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Grimma Glückwünsche vom Präsidenten
Region Grimma Glückwünsche vom Präsidenten
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05:00 16.09.2010
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. Das Seniorenpaar blickt auf 65 gemeinsame Ehejahre zurück.

„Woher die das im fernen Berlin nur wissen ...", staunt Helga über die präsidiale Aufmerksamkeit. „Da muss es doch etwas Besonderes sein, schon so lange verheiratet zu sein", bringt Fritz den Satz auf den Punkt. Und genau das wusste man auch in der Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen zu schätzen. Denn aus Dresden schloss sich Ministerpräsident Stanislaw Tillich den Glückwünschen mit einem extra persönlichen Schreiben an, das der Postbote zielsicher einwarf, denn Schwiegertochter Marion schmückte den Gartenzaun weithin gut sichtbar mit einer hübschen Girlande. „So ein Jubiläum bietet auch Anlass für einen Rückblick", regte der Landesvater in seinem Brief an. Und so gibt es einiges, was Helga und Fritz Möbius gerne, aber auch weniger gerne Revue passieren lassen. Letzteres zielt auf den schrecklichen Krieg ab. „Klar gehörte der zu unserem Leben, aber darüber reden wir besser nicht weiter ", winkt Fritz ab. Zu schmerzlich sind die Erinnerungen daran. Bis heute, denn besonders im Alter plagen die Folgen der Kriegsverletzungen. Aber dass sich gerade in jener Zeit die beiden kennenlernten, gehört zu den schönen Seiten im Album des Lebens. Nicht vergessen ist die Trauung mit einem „Anzug auf Pump" für ihn, wie sich der heute 90-Jährige noch genau daran erinnert, „weil es eben so war damals", und auch das „Brautkleid aus Fallschirmstoff" für sie, lacht die inzwischen 83-Jährige.

Überhaupt war das Lachen ein stabiles Fundament für so viele schöne Feiern, die in der Familie Möbius den manchmal schweren Alltag erträglicher machten. „Bis heute ist das so, auch wenn die Zeiten insgesamt besser geworden sind", ist sich das Seniorenpaar einig. „Ach wissen Sie, das hätten wir mal nie gedacht, die Eiserne Hochzeit mit unseren Verwandten, Freunden, und Bekannten feiern zu dürfen. Aber wir haben es geschafft." Letztlich soll auch das nur ein Etappenziel sein in ihren Lebensabend hinein. „Wenn wir nur so weit gesund bleiben, das ist für uns jetzt das Allerwichtigste", stecken sie das nächste große Ziel ab.

An Hilfe und Unterstützung dafür scheint es nicht zu fehlen. Denn mit den zwei Söhnen Bernd und Frank, und erst recht mit den Enkelkindern Gitte, Daniela, Markus und Carlo sowie den Urenkeln Sarah, Linda, Paul und Moritz schöpfen Helga und Fritz aus einem Jungbrunnen. „Die Kinder freuen sich, wenn sie zu uns kommen. Und wir sind glücklich, wenn wir sie um uns haben", sagen Fritz, der im BMK-Süd seine Brötchen verdiente, und Helga als gelernte Frisöse, die nach der Wende noch in der Kinderbetreuung tätig war. Jetzt ist der kleine, aber farbenprächtige Garten am Haus Hobby Nummer eins – und wohl deshalb auch ein Hingucker in der Wohnsiedlung mit seinen vielen herrlichen Blumen. Aber auch ein Wegweiser für die große Gratulantenschar, in die sich neben der Familie auch die Nachbarn einreihen und freilich Oberbürgermeister Matthias Berger.

 

Frank Schmidt

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