Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Goldschmiede-Workshop in Grimma soll Orientierung geben
Region Grimma Goldschmiede-Workshop in Grimma soll Orientierung geben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:45 21.02.2018
Goldschmiede Workshop in Grimma im Kinder- und Jugendhaus mit Stefan Kosiek. Quelle: Foto:
Anzeige
Grimma

Für den Beruf des Goldschmiedes braucht es Sorgfalt und Geschicklichkeit. Damit sich Kinder und Jugendliche mit den Anforderungen und Tätigkeiten dieses Handwerks vertraut machen können, bietet das Grimmaer Kinder- und Jugendhaus „Come in“ aktuell einen Goldschmiedeworkshop an.

Unter der Aufsicht des Sozialpädagogen und gelernten Goldschmieds Stefan Kosiek fertigen die Projektteilnehmer innerhalb einer Woche ein eigenes Schmuckstück an – Ring, Anhänger oder Armband. Die Kinder und Jugendlichen sollen in dieser Zeit Grundfertigkeiten erlernen – unter seiner Regie, gerade wenn es an die Maschinen geht.

Allein um Freizeitgestaltung geht es hier nicht. Das Kinder- und Jugendhaus möchte eine Orientierung in Hinblick auf Praktika oder die spätere Berufswahl geben. Johannes Hesse aus Hohnstädt nimmt am Kurs teil und hat sichtlich Spaß dabei: „Ich wollte das schon immer einmal machen – das war eine perfekte Gelegenheit. Ich habe viel Freude daran, vor allem an der Arbeit mit den Werkzeugen“, sagt der Elfjährige.

Die Teilnehmer fertigen während des Workshops eigene Schmuckstücke an – ganz gleich ob Ring, Armreif oder Anhänger. Quelle: Maria Sandig

Integration und Inklusion sind bei den Projekten ebenfalls wichtig. „Es ist uns wichtig, dass die Gruppen kulturell gemischt sind. Es gibt viele Kinder und Jugendliche mit Migrations- und Fluchthintergrund, die unser Angebot nutzen“, sagt der Sozialpädagoge.

Seit November 2017 ist Stefan Kosiek in der Begegnungsstätte der Diakonie Leipziger Land tätig. Den Workshop bezeichnet der 48-Jährige als sein eigenes Projekt: „Es war schon lange Zeit mein Vorhaben Sozialpädagogik und Handwerk zu fusionieren. Die Diakonie suchte nach einem Sozialpädagogen mit einem neuen Konzept. So konnte ich meine Vorstellungen in die Tat umsetzen“, erklärt Kosiek. Das Projekt wird vom Freistaat Sachsen finanziell gefördert.

Pünktlich zum Winterferienbeginn wurde die Werkstatt im Kinder- und Jugendhaus am Nicolaiplatz fertiggestellt. „Ich habe viele Sachen in Eigenregie besorgt. Der Werktisch aus dem späten 19. Jahrhundert gehört dazu.“

Das Angebot des Hauses ist breit gefächert. Zum einen gibt es die Projektarbeit, zum anderen einen offenen Bereich. Dort geht es vordergründig um kreative Beschäftigung. „Basteln, Malen, Spielen, Kickern, Kochen: hier ist alles möglich, worauf Kinder und Jugendliche Lust haben.“ Das Haus ist unter der Woche 14 bis 18 Uhr geöffnet, abgesehen vom Donnerstag – das ist der Bürotag.

Unter seiner Aufsicht lernen die Kursteilnehmer die Funktionsweisen verschiedener Maschinen kennen. Quelle: Maria Sandig

Auch Hilfe bei den Hausaufgaben bietet das Freizeitzentrum an. „Manche nutzen die Räumlichkeiten für einen kurzen Aufenthalt, wenn sie beispielsweise nicht in der Kälte auf den Bus warten wollen. Andere verbringen jedoch auch den ganzen Nachmittag bei uns“, sagt Kosiek. Auch ein Musikproberaum mit der Möglichkeit für Tonaufnahmen ist vorhanden.

Die Werkstatt soll künftig für verschiedene Projekte genutzt werden. Stefan Kosiek hat Ideen in Richtung Holz- und Metallverarbeitung: „Ich habe an selbstgebaute Musikinstrumente wie Trommeln oder Didgeridoos gedacht“.

Von Maria Sandig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In einem zweiten Anlauf will Belgershain die alte Baracke an der Gartenstraße in Köhra abreißen lassen. Der erste Versuch war wortwörtlich am Dienstweg gescheitert.

21.02.2018

In Naunhof (Landkreis Leipzig) ist ein Trickbetrüger leer ausgegangen. Dieser hatte sich gegenüber einer 88-Jährigen als Polizist ausgegeben und vorgetäuscht, er wolle Kontrollen in ihrem Haus durchführen. Da das der Dame merkwürdig vorkam, holte sie Hilfe.

16.02.2018

Der Neubau des Prießnitzer Wasserwerkes ist die größte Investition, die die Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain derzeit stemmen. Bis 2020 werden in die neuen Anlagen rund fünf Millionen Euro investiert. Zurzeit aber herrscht wetterbedingt Bauruhe.

21.02.2018
Anzeige