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Grimma Graichen: Derzeit kommen weniger Asylbewerber als prognostiziert
Region Grimma Graichen: Derzeit kommen weniger Asylbewerber als prognostiziert
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00:34 21.01.2016
Asylbewerber in Borna-Witznitz. Quelle: LVZ
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Landkreis Leipzig

Nein, eine Antwort auf den Brief der sächsischen Landräte an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hat der Bornaer Landrat Henry Graichen (CDU) noch nicht. Er und seine Amtskollegen hatten sich im November an die Spitzen der Bundesregierung gewandt und die unbefriedigende Situation beim Umgang mit Asylbewerbern dargelegt. Dafür hat Graichen andere Botschaften: Derzeit kommen weniger Asylbewerber im Landkreis Leipzig an als zuvor prognostiziert.

„Ursprünglich hatten wir mit etwa 150 Leuten pro Woche gerechnet“, sagt der Landrat. Im November und Dezember waren insgesamt knapp 100 Flüchtlinge in den Landkreis gebracht worden. In den ersten beiden Wochen des Jahres aber kamen jeweils 98, für die beiden folgenden Wochen sind jeweils 49 angekündigt. Vorsicht sei dennoch geboten. „Wir wissen nicht, wie es im Februar aussieht.“ Von 65 Personen ist die Rede, die dann im Landkreis Leipzig pro Woche aufgenommen werden müssten. Schätzungen Graichens zufolge könnten in diesem Jahr etwa genauso viele Asylbewerber zwischen Regis und Wurzen ankommen wie 2015. Bei 50 Flüchtlingen pro Woche wären das 2500. Im zu Ende gegangenen Jahr wurden im Landkreis Leipzig 2211 Asylbewerber registriert. „Die Dimension würde sich nicht ändern“, sagt Graichen, der seine Prognose nicht überbewerten will. Allerdings das Zugangstempo. Zumindest gegen Ende 2015 war die Zahl der Neuankömmlinge derart angestiegen, dass ein Vergleich mit den ersten Monaten des letzten Jahres kaum statthaft war.

Was allerdings unter dem Strich nichts daran ändert. „dass wir vor den gleichen Herausforderungen stehen werden“. Der menschenwürdigen Unterbringung, wobei vorgesehen ist, Massenunterkünfte wie in den beiden Turnhallen in Böhlen und Grimma in denen jeweils 160 Menschen leben, möglichst zu vermeiden. Das gilt auch für de ehemalige Berufsschule am Bornaer Königsplatz, in der bis zu 60 Asylbewerber untergebracht werden können und die an sich schon längst nicht mehr genutzt werden sollte. Graichen verweist darauf, dass sich die Nutzung des Objekts der Augsburger Lehmbaugesellschaft in Lobstädt aber noch verzögert. Die beiden Sporthallen in Grimma und Böhlen sollten im Februar beziehungsweise im März wieder frei sein.

Zudem beherbergt der Landkreis aktuell 100 unbegleitete Minderjährige, Asylbewerber also die noch nicht 18 Jahre alt sind. 100 junge Leute – dass sind so viele, wie an sich erst zu Ende dieses Jahres im Landkreis erwartet wurden. Neben kleineren Unterkünften sind sie vor allem in größeren Einrichtungen in Waldsteinberg und in Thanndorf bei Colditz untergebracht.

Von Nikos Natsidis

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