Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Grethen: Gästehaus in luftiger Höhe eröffnet
Region Grimma Grethen: Gästehaus in luftiger Höhe eröffnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 08.03.2011
Anzeige

.

Doch schon geraume Zeit lassen die Vögel, die einst regelmäßig Brutgäste waren, den Ort links liegen. „Das letzte Storchenpaar hatte 1999 auf dem Kirchenschiff gebrütet", wusste Ortschronist Gerhard Krueger zu berichten. Aber seitdem haben die Vögel im Dorf eher einen kurzen Boxenstopp auf der Durchreise hingelegt.

„Grethens Wahrzeichen fehlt einfach, und das wurmt uns seit Jahren", erklärte auch Silvio Apelt. „Als Heimatverein ‚Grethener Störche‘ fühlen wir uns hier einfach in die Pflicht genommen", so der Vereinschef. Bereits im Jahr 2006 hatte seine Mannschaft einen ersten Anlauf unternommen und das Storchennest auf dem Grethener Kirchenschiff instandgesetzt. Leider ohne wirklichen Erfolg, so dass am vergangenen Sonnabend einer neuer Versuch im Zusammenwirken mit Kirchenvorstand und Naturschutzbehörde gestartet wurde. „Dieses Mal haben wir uns mit qualifizierter fachlicher Unterstützung versichert", berichtete Silvio Apelt weiter. Der Mann, auf den die „Grethener Störche" setzen, ist Bernd Holfter, seines Zeichens nicht nur Kreisnaturschutzbeauftragter, sondern zugleich auch Storchenbeauftragter im Altkreis Grimma.

„Würden Störche in der Natur ihr Nest selbst bauen, würden sie nur am Rand Zweige verflechten und die Mitte flach mit verrottetem Material auspolstern", erklärte der Storchenexperte. „Das haben wir versucht, auf der Grethener Kirche nachzuempfinden." Dank Kranservice-Unternehmer Gerd Heubaum konnten sich Bernd Holfter und Silvio Apelt sicher in die luftige Höhe begeben. Dort haben sie jetzt auf einen soliden Unterbau Reiser verflochten und mit trockener Grasnarbe flach ausgefüllt. Damit steht Grethens luftiges Storchendomizil ab sofort den geflügelten Gästen frisch saniert zu Verfügung.

„Das optisch aufgewertete Nest allein ist jedoch noch keine Garantie, dass sich auch ein Brutpaar ansiedelt", dämpfte Storchenexperte Bernd Holfter zu hohe Erwartungen. „Im Altkreis Grimma brüten gegenwärtig sechs bis sieben Storchenpaare, und die können sich ihre Nistgelegenheit aus einem großen Angebot aussuchen." Besser stünden da die Chancen, dass Jungstörche im Jahresverlauf das neue Grethener Nest für sich entdecken und, wenn sie im Alter von drei bis vier Jahren Geschlechtsreife erlangt haben, dann an vertrauter Stelle später einmal tatsächlich brüten.

Die Grethener brauchen derweil schon nicht mehr vor ihre Haustür treten, um mögliche Aktiviäten am und im Storchennest im Auge zu behalten. Steffen Rostock sorgt mit einer WebCam auf dem Glockenboden der Dorfkirche aktuell für eine Life-Übertragung der Bilder aus dem Storchennest, die jeder Interessierte am heimischen Computer auch ganz bequem vom Sofa aus verfolgen kann.

Ralf Saupe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Grimma/Dürrweitzschen. Ganz auf alte Filme aus der UFA-Zeit eingestellt waren die Dürrweitzschener Narren in ihrer Veranstaltung am Sonnabend.

08.03.2011

Muldental/Grimma. Sie ist zweifellos eine Erfolgsgeschichte, die Veranstaltung „Schulsport ist toll!". „Die, die bei der ersten Auflage als Kinder mit von der Partie waren, sind mittlerweile um die 30 Jahre alt und feuern heute vielleicht als Vati oder Mutti ihre eigenen Kinder an", bringt es Schulsportkoordinator Hartmut Riegert auf den Punkt.

07.03.2011

[image:php15561e5f5c201011261637.jpg]
Grimma. Es bleibt dabei: Die ehemalige Bergstraße in Grimma behält den seit 1. Januar gültigen Namen Ferdinand-Walther-Straße.

05.03.2011
Anzeige