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Grimma Grethen hat ein A-Team
Region Grimma Grethen hat ein A-Team
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00:05 30.01.2010
Wo geht's mit dem Abwasser lang? In Grethen wird diskutuiert. Quelle: Ralf Saupe
Parthenstein/Grethen

„Abwasser-Team Grethen“, kurz „A-Team“, nennen sich deshalb die 19 engagierten Grethener, die gemeinsam mit der Gemeinde Parthenstein und dem Abwasserzweckverband ein tragfähiges Konzept zur Abwasserbeseitigung im Dorf entwickeln wollen.

„Mitwirken kann jeder, der sich konstruktiv, ehrenamtlich und bis zuletzt – auch wenn es zu Rechtsstreitigkeiten kommt – für unser Grethener Abwasserkonzept engagieren will“, betonte Matthias Constantin. „Dabei sollen die Mitglieder der Gruppe nicht nur ihr eigenes Abwasserproblem sehen, sondern das des ganzen Dorfes.“ In Grethen schlägt das Abwasser-Thema seit zwei Wochen hohe Wellen. Damals hatte der AZV Parthe erste Ideen für ein Abwasserbeseitigungskonzept vorgestellt, das überwiegend auf vollbiologischen Kleinkläranlagen fußte, und damit zunächst Wogen der Empörung ausgelöst.

Die Grethener wollen zum Thema auch selbst gehört werden und sich aktiv in die Lösungsfindung einbringen. So hatte Matthias Constantin am Donnerstagabend zu einer zweiten Einwohnerversammlung ins Dorfgemeinschaftszentrum eingeladen und sich zugleich fachliche Rückendeckung geholt: Der Grimmaer Siegfried Nowak, der in einer ähnlichen Problematik die Bürgerinitiative in Dorna unterstützt, und Werner Tischer aus Ballendorf, der in der „Buchheimer Initiative für Natur- und Landschaftsschutz“ aktiv ist. Beide versorgten den erneut bis auf den letzten Platz ausgereizten Versammlungsraum mit detailliertem Hintergrundwissen und Tipps zum weiteren Vorgehen. Gesetzliche Rahmenbedingungen und vor allem deren aktuelle Auslegung sowie Vor- und Nachteile einzelner Abwasserlösungen hinsichtlich Energieeffizienz, Betriebssicherheit, Stand der Technik und Kosten bestimmten schwerpunktmäßig die Vorträge. Sie sollten den Grethener Einwohnern Rüstzeug für das eigene Vorgehen und zugleich die Möglichkeit bieten, erste Fragen an die erfahreneren Gäste zu stellen. In großer Zahl haben die Grethener so auch das zurückliegende Angebot von Bürgermeister Jürgen Kretschel aufgegriffen, eine Arbeitsgruppe zu bilden. Ihr „A-Team“ will nunmehr in einem ersten Schritt Informationen zu potenziellen Abwasserlösungen für die gesamte Ortslage einschließlich der „Klein-Grethener“ Grundstücke und deren Kosten zusammentragen. „Diese wollen wir dann allen Einwohnern vorstellen und gemeinsam mit ihnen abstimmen“, erläuterte Matthias Constantin. „Unser erklärtes Ziel ist es, ein tragfähiges Abwasserbeseitigungskonzept zu entwickeln – gebaut und getragen vom AZV – mit dem in der Verbandsversammlung eine Mehrheit gefunden werden kann.“

Ralf Saupe

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