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Grimma Grima: Keller für Schulbetrieb passé
Region Grimma Grima: Keller für Schulbetrieb passé
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15:30 19.05.2015
Pausenbetrieb: Zwischen den Stunden herrscht reger Betrieb auf der Treppe der Oberschule. Hier konnte das Hochwasser keinen Schaden anrichten. Quelle: Andreas Röse

t. Sie nehmen die breiten Treppen mit gewohnte Elan. Vielleicht sogar ein bisschen mehr, denn bald sind Herbstferien. Für Schulleiter Dietmar Linke wird damit die Bewährungsprobe für einen fast normalen Schulbetrieb kurzfristig unterbrochen. "Wir konnten den Unterricht hundertprozentig absichern", sagte er. Es habe keinen Stundenausfall gegeben. "Das ist beachtlich", so der Schulleiter. Über Ausweichlösungen hätte die Oberschule den Ausfall des Technikums und der Turnhalle kompensieren können. "Im Technikunterricht haben wir die Theorie vorgezogen", erklärte Linke. Dieser Unterricht könne in normalen Räumen abgehalten werden. Die 9. Klasse könne die Praxis in Kooperation mit Elektro-Beckhoff absolvieren. Auch das Berufsschulzentrum habe Technikräume zur Verfügung gestellt. Sport würde derzeit in anderen Grundschulen und in der GGI-Halle stattfinden. "Hier werden wir großartig unterstützt", so Linke. Einzig der Schulklub fehle derzeit den größeren Schülern. Auf 200 Quadratmetern im Keller der Oberschule hätten sie Musik gemacht, Keramik gebrannt und gechillt. Aber hier werde es keinen Schulklub mehr geben. "Wir sind aber optimistisch, dass wir das wieder hinkriegen", so Linke.

Unterricht und Schulklub im Keller sind künftig passé, davon ist Berger überzeugt. Derzeit laufen Planungen, nach denen technische Versorgungsleitungen für Telefon-, Internet-, Alarm- und Schließanlage der Oberschule in oberere Bereiche verlegt werden. Auch das Technikum soll weitgehend Hochwasser sicher saniert werden. Der Schulklub, der derzeit Räume auf der Musiketage nutzt, hängt derzeit noch in der Luft. Linke könnte sich einen Flachbau auf dem Gelände des Schulhofes vorstellen.

Noch zwingender gestalten sich neue Lösungen für das Stammhaus des Gymnasiums. Im direkt an der Mulde gelegenen, historischen Schulgebäude des St. Augustin sind nicht nur die Verteilungs- und Hausstationen der Elektro- und Heizungsanlage im Keller untergebracht. Auch Werk- und Kunstunterricht sowie die Clubräume der Schule führen in die Tiefe. "Außerdem befindet sich ein Drittel der Verschlusssysteme an der Hochwasserschutzanlage von Grimma in dem Gebäude", so Berger. Im Ältestenrat seien deshalb bereits Pläne zur Verlagerung bestimmter Unterrichtseinheiten in den bislang ungenutzten Teil des Seume-Hauses diskutiert worden. "Das Gebäude der einstigen Übungsschule steht leer", sagte Berger. Es für heutige Schulzwecke einzurichten, sei möglich, koste aber Geld, das im Zuge der Fluthilfe derzeit noch nicht zur Verfügung steht.

Bislang hat die Stadt Fördermittelanträge in Höhe von knapp 4,1 Millionen Euro für das St. Augustin und von etwa 2,8 Millionen Euro für die Oberschule gestellt. Die noch nicht bewilligten Mittel reichen jedoch nur für die Sanierung der Schäden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.10.2013
Schöppenthau, Birgit

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