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Grimma: Grünes Licht für die Kita „Parthenzwerge“ in Großbardau

Stadtrat Grimma: Grünes Licht für die Kita „Parthenzwerge“ in Großbardau

Die nächste Hürde ist genommen. Grimmas Stadtrat hat Donnerstagabend sowohl den Bau- als auch den Finanzierungsbeschluss für die neue Kindertagesstätte in Großbardau einmütig auf den Weg gebracht. Das neue Gebäude auf dem ehemaligen MTS-Gelände ersetzt den alten Flachbau in der Alte Salzstraße. Allerdings musste die Stadt noch einmal an der Kostenschraube drehen.

So soll die neue Kita „Parthenzwerge“ in Großbardau einmal aussehen.

Quelle: Firma Weidemüller

Grimma/Grossbardau. Die nächste Hürde ist genommen, was die kleinen und großen „Parthenzwerge“ freuen wird. Grimmas Stadtrat hat Donnerstagabend sowohl den Bau- als auch den Finanzierungsbeschluss für die neue Kindertagesstätte in Großbardau einmütig auf den Weg gebracht. Das neue Gebäude auf dem ehemaligen MTS-Gelände ersetzt den alten Flachbau in der Alte Salzstraße.

Allerdings musste die Stadt noch einmal an der Kostenschraube drehen. Sie will den neuen Kindergarten mit Hilfe des Investprogramms „Brücken in die Zukunft“ finanzieren. Als die Stadt Hals über Kopf ihre Maßnahmen für das Förderprogramm anmelden sollte, lag für die neue Kita „Parthenzwerge“ jedoch noch keine Planung vor. Also orientierte sich die Stadt am vergleichbaren Neubau in Großbothen, erläutert die Leiterin des Hochbauamtes, Ute Hoppe, und veranschlagte für Großbardau zunächst 1,85 Millionen Euro. Eine Summe, die der konkreten Planung, die im Sommer vorigen Jahres startete, nicht Stand hielt. Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) sprach vor dem Stadtrat sogar von einer Kostenexplosion.

Der Ende Februar eingereichte Fördermittelantrag weist nun 2,275 Millionen Euro für den Neubau aus. 25 Prozent der Baukosten, also rund 644 000 Euro, muss die Stadt aus eigener Kraft stemmen und nutzt dafür die investiven Schlüsselzuweisungen aus Dresden. An der Planung war unter Einbeziehung der Kita-Leitung kräftig gefeilt worden, um die Kosten nicht noch weiter in die Höhe zu treiben. Laut Hoppe wurden zum Beispiel die Flurbreite und Raumhöhe reduziert. Kopfzerbrechen hätten die Außenanlagen bereitet, die zunächst „weit über 500 000 Euro“ kosten sollten. Nach vielen Gesprächsrunden sei die Summe um 100 000 Euro gesenkt worden. So war nach ersten Vorstellungen an eine Schleife für die Ein- und Ausfahrt gedacht. „Das wäre zu teuer geworden“, verdeutlicht Hoppe. Für die Pkw-Stellplätze der Erzieherinnen fand sich dank der Feuerwehr eine kostensparende Lösung. Das Personal kann die Parkfläche des 2016 eingeweihten Feuerwehrgebäudes nutzen, das sich in Nachbarschaft befindet. Für die Eltern und Großeltern, die die Kinder bringen und holen, entstehen fünf Parkplätze an der Kita. „Im Quadratmeterpreis liegen wir jetzt im Mittelwert“, so Hoppe. „Wir bauen keinen Luxus, sondern sehr real.“ Die Stadt lege los, sobald Baugenehmigung und Zuwendungsbescheid vorliegen.

Der Eingeschosser mit einer Fläche von 759 Quadratmetern ist für 45 Kindergarten- und 24 Krippenkinder ausgelegt – wie in der jetzigen Kita „Parthenzwerge“. 2018 soll Einzug gefeiert werden. Den alten Flachbau will die Stadt kostenfrei abstoßen. Es gebe „zwei ernsthafte Interessenten“, sagte Rathauschef Berger und fügte an: „Es soll eine soziale Nachnutzung geben.“

Weil die Kita Großbardau mehr Geld aus dem Brücken-Programms verschlingt, als ursprünglich gedacht, verringert Grimma die Sanierungssumme für die Grundschule Mutzschen. Am Schulhaus sollte mit Hilfe dieses Fördertopfes für 425 000 Euro die Außenhülle erneuert werden. Die Summe schmilzt nun aber auf rund 120 000 Euro zusammen und soll deshalb für notwendige Arbeiten im Inneren des Hauses verwendet werden. Auch dafür gaben die Stadträte grünes Licht.

Von Frank Prenzel

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