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Grimma Grimma: Kita „Sonnenschein“ feiert Abschluss der energetischen Sanierung
Region Grimma Grimma: Kita „Sonnenschein“ feiert Abschluss der energetischen Sanierung
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00:21 22.10.2017
Bei dem schönen Herbstwetter macht das Spielen im großen Garten des Kinderhauses „Sonnenschein“ noch mal so viel Spaß. Im Hintergrund leuchtet die neue Fassade der Kita, die am Freitag den Abschluss der energetischen Sanierung feiert. Quelle: Foto:
Grimma

Fast ein dreiviertel Jahr mussten sich die Kinder, Eltern und Erzieherinnen mit den Bauarbeitern arrangieren, waren Zimmer frei zu machen, Baulärm zu ertragen oder Absperrungen zu beachten. Jetzt ist die Stunde des Dankes gekommen. Am heutigen Freitag feiert das Montessori-Kinderhaus „Sonnenschein“ in Grimma-Süd mit seinem traditionellen Herbstfest den Abschluss der energetischen Sanierung. 450 000 Euro kosteten die umfassenden Arbeiten. „Fördermittel aus dem Programm ,Brücken in die Zukunft’ in Höhe von 337 000 Euro und städtische Eigenmittel machten sie möglich“, so Rathaussprecher Sebastian Bachran. Das Gebäude der mit 115 Kindergarten- und 64 Krippenplätzen ausgelegten Einrichtung gehört der Kommune, Träger der Kita ist die Awo-Kinderwelt gGmbH.

Mit dem Neubaugebiet im Süden der Stadt war 1981 auch der Kindergarten in Plattenbauweise entstanden. Seitdem nagte der Zahn der Zeit an der Bausubstanz. Bereits 2002 hatte die Stadt das Dach sanieren lassen, 2007 und 2009 folgte der Austausch der Fenster in den Sanitär- und Nebenräumen. Und in der Krippe wurden 2014 die Sanitärräume erneuert. Jetzt also der nächste Schub. Die Fassade erhielt eine Dämmung und leuchtet nun in Ginster-Gelb und Jade-Grün. Alle noch vorhandenen alten Fenster wurden ersetzt. Das war auch höchste Eisenbahn, wie „Sonnenschein“-Leiterin Katrin Ballschuh weiß. „Im Sommer war es luftig, im Winter zugig“, berichtet sie über die undichten Fenster, die sich zum Teil nicht mal mehr öffnen ließen. Durch die Dämmung und die neuen Fenster mit Raffstores an der Außenseite habe sich das Raumklima nun spürbar verbessert. Der Sonnenschutz hilft viel, weil die Gruppenzimmer sowie Therapieraum und Kinderküche alle zur Südseite zeigen. Auch auf die Betriebskosten werden sich die Arbeiten positiv auswirken.

Außerdem wurden der Wirtschaftseingang und der Zugang zum Turnraum gepflastert, die Vordächer erneuert sowie im Eingangsbereich und 7500 Quadratmeter großen Garten Stolperfallen beseitigt. „Am Herzen liegt mir auch die neu gebaute Rampe“, betont Ballschuh. Damit hat die Kita jetzt einen behindertengerechten Zugang, die Kinderwagen können leichter ins Haus geschoben werden.

Zu weiteren notwendigen Sanierungsschritten „finden Gespräche statt“, sagt die Kita-Chefin. Dringend nötig ist etwa die Erneuerung der neun, noch DDR-Charme ausstrahlenden Sanitärräume im Kindergartenbereich. Auch ein Brandschutzkonzept sei zu erstellen, so Ballschuh.

Doch am Freitag wird erst mal gefeiert. Das Herbstfest mit den Eltern beginnt um 17 Uhr. Jede der anwesenden Baufirmen wird als Dankeschön eine Baulampe erhalten, „damit sie auch in der dunklen Jahreszeit immer den Durchblick haben“, so die Kita-Chefin zu der originellen Idee. Ballschuh wird nicht nur der Stadt für die Investition, sondern auch den Eltern danken, die etwa bei Anpflanzungen und Malerarbeiten halfen. Die Kinder führen ein kleines Programm auf, sitzen im Kino unterm Blätterdach und stürzen sich auf die Mitmachangebote, ehe alle gemeinsam mit der Kita „Regenbogen“ zum großen, vom Awo-Ortsverein gesponsorten Lampionumzug durchs Wohngebiet starten – begleitet vom Spielmannszug Mutzschen. Beim Fest zugegen ist auch Katharina Wollschläger von der Ökostation Borna-Birkenhain. Sie war für die ökologische Baubegleitung verantwortlich, denn am Plattenbau haben Fledermäuse und Mauersegler ihr Zuhause.

Aktuell besuchen 133 Mädchen und Jungen die Kita „Sonnenschein“, darunter 22 Kinder mit Migrationshintergrund. Sie werden von einem 26-köpfigen Team betreut.

Von Frank Prenzel

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