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Region Grimma Grimma: Musik-Kaffeetafel unterm Dach
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11:21 02.04.2018
Osterkonzert: Das Jugendblasorchester Grimma unter Leitung von Reiner Rahmlow spielte vor zahlreichen Gästen im Soziokulturellen Zentrum. Quelle: Bert Endruszeit
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Grimma

Dieser Ortswechsel kam richtig gut an: Das ursprünglich am Kloster Nimbschen geplante Osterkonzert des Jugendblasorchesters Grimma wurde angesichts des unfreundlichen Wetters ins Soziokulturelle Zentrum an der Colditzer Straße in Grimma verlegt. Die zahlreichen Besucher waren der Beweis dafür, dass diese Entscheidung gut ankam: Der Saal war buchstäblich bis auf den letzten Platz besetzt. Stadtmusikdirektor und Orchesterchef Reiner Rahmlow haderte nicht mit der Entscheidung. „Den Musikern macht es bei der Kälte draußen einfach keinen Spaß. Und für die Besucher ist es hier im Saal auch viel angenehmer.“ Rahmlow kennt die Risiken schlechten Wetters noch vom vergangenen Jahr. „Da schwamm die Bühne, und einige elektronische Instrumente hatten Schaden genommen. Das war nicht lustig.“

Im Saal des Soziokulturellen Zentrums war das Wetter kein Thema. Damit dort alles rund lief, kümmerten sich die Mitglieder des „Fördervereins Jugendblasorchester Grimma“ um alles von der Garderobe bis zum Kaffeeangebot. Sieben aktive Mitglieder zählt der Verein derzeit, hinzu kommen aber noch inaktive Mitglieder, die beispielsweise mit Spenden helfen. „Wir sind froh über jeden, der bei uns mitmacht, schließlich ist das eine sehr anstrengende Sache“, informierte Michael Klötzel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Ein Kernprojekt seines Vereins ist die Musikantenklause. „Das ist so eine Art Catering bei den Auftritten des Orchesters.“ Der Verein sei schließlich dafür gegründet worden, dem Orchester den Rücken frei zu halten. Beim traditionellen Schwanenteichkonzert veranstaltet der Förderverein dann sogar ein regelrechtes Grillfest.

Zu den fleißigen Helfern in den Reihen des Fördervereins zählt auch Elvira Müller. „Ich bin durch meinen Enkel zum Verein gekommen, denn er spielt hier im Orchester mit.“ Für das Ostersonntagskonzert steuerte sie selbst gebackenen Kuchen bei.

„Bei uns geht es aber nicht nur ums leibliche Wohl, wir kümmern uns auch um den Auf- und Abbau des ganzen Equipments“, erklärte Vereinsmitglied Sandra Hermenau.

„Wir brauchen hier ein eingespieltes Team, und das haben wir auch“, betonte Andy Busch, der unter anderem für das Transportfahrzeug zuständig ist. Jüngster im Helferteam des Fördervereins ist der neunjährige Nick. „Ich helfe dabei, das Auto zu beladen“, erzählte er stolz.

Auch der Vizechef des Vereins kam über seinen Nachwuchs zum Förderverein. „Mein 13-jähriger Sohn Paul spielt hier Klavier und Keyboard und manchmal auch noch Schlagzeug“, so Michael Klötzel. „Das war für mich ausschlaggebend, hier mitzumachen.“ Neue Leute seien immer gern gesehen. „Es ist auf jeden Fall eine Tätigkeit, bei der man unter Leute kommt und die einen vorher und nachher ausfüllt.“

Zum Orchester gehören 50 Musikerinnen und Musiker im Alter von zwölf bis 26 Jahren, beim Ostersonntagskonzert waren 40 von ihnen im Saal dabei. Den Applaus hatten sich alle gemeinsam verdient – ein gelungenes Konzert.

Bereits jetzt fiebern alle dem 9. Internationalen Musikantentreffen entgegen, das vom 31. August bis 2. September in Grimma stattfindet. „Das ist für uns der Höhepunkt des Jahres“, sagte Rahmlow, zugleich Vorsitzender des Fördervereins. „Zu uns werden 20 Orchester und Formationen aus neun Ländern kommen, sogar aus Japan und Brasilien. Drauf freuen wir uns sehr.“

Von Bert Endruszeit

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