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Grimma Grimma: Regenbogen-Kinderfreuen sich aufs Ritterfest
Region Grimma Grimma: Regenbogen-Kinderfreuen sich aufs Ritterfest
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15:23 28.06.2017
Die Kinder der Tiger-Dino-Gruppe füllen Kräutersalz fürs Ritterfest ab. Quelle: Frank Prenzel
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Grimma

Die Mädchen und Jungen der Grimmaer Kindertagesstätte „Regenbogen“ fiebern seit Wochen dem 30. Juni entgegen. Dann feiern sie nämlich ab 15.30 Uhr mit ihren Eltern, Großeltern und Bekannten ein großes Ritterfest, zu dem herzlich eingeladen wird. Zwei Monate schon beschäftigen sich die Steppkes mit dem vielschichtigen Thema ihres Sommerfestes, haben sich Bücher über Ritter angeschaut, die Gruppenräume als Rittersäle gestaltet, Bilder mit Burgen gemalt und Kräutersalz gefertigt, das zum Fest verkauft werden soll. Auch die schönen Fensterbilder in der Kita künden vom Spektakel, bei dem eine mittelalterliche Spielmannsgruppe auftritt, Ritterspiele die verkleideten Kinder anlocken werden und Schilder oder Lanzen gebaut werden können. Feierlich geht es auch tags zuvor in der Kita am grünen Rand des Neubaugebiets Grimma-Süd zu, wenn zum Zuckertütenfest 15 künftige Abc-Schützen verabschiedet werden.

Ina Knofe ist nun schon seit zweieinhalb Jahren die Chefin in der Natur-Kita mit dem schattigen Garten, deren Träger die Awo Kinderwelt gGmbH, eine Tochter des Kreisverbandes Mulde-Collm der Arbeiterwohlfahrt, ist. Sie wechselte seinerzeit aus der Bad Lausicker Kita „Waldfrieden“ ins Regenbogen-Haus. Der 54-Jährigen steht eine zwölfköpfige Mannschaft zur Betreuung der im Durchschnitt 80 Kinder zur Seite. Und sie findet die Alters-Mischung des Erzieherteams perfekt. Die Älteren glänzten mit ihrem Potenzial, die Jüngeren mit ihren Ideen und ihrer Kraft, meint sie.

Schon bald nach ihrer Ankunft hatte Knofe eine wegweisende Änderung vorgenommen und im Kindergarten-Bereich altersgemischte Gruppen eingeführt. Für Erzieherinnen wie Eltern sei das Neuland gewesen, so die Chefin. Die Vier- bis Sechsjährigen verbringen den Tag seitdem Seite an Seite. „Die Kleinen lernen von den Großen und die Großen von den Kleinen“, ist Knofe vom dem pädagogischen Konzept überzeugt. Zudem arbeitet die Kita naturverbunden und gesundheitsbewusst. Auch zehn Kinder aus Flüchtlingsfamilien besuchen derzeit die Regenbogen-Kita. Innerhalb kürzester Zeit lernen sie Deutsch, freut sich Knofe und sagt: „Wir können alle wunderbar zusammen leben, wenn wir Kompromisse machen und uns so akzeptieren, wie wir sind.“ Die Mädchen und Jungen stammen aus Syrien, Tschetschenien und dem Irak. Für eine erfolgreiche Integration sei mit zehn Kindern aber eine Grenze erreicht, gibt Knofe zu verstehen.

Die mausgraue Fassade der 31 Jahre alten Kita, die ein riesiger schillernder Regenbogen ziert, kündet indes auch von Sanierungsbedarf. Im Hofeinlauf seien die Schleusen defekt, weiß Knofe. Bei jedem Gewitterguss stehe der Hof unter Wasser. Auch die Elektroinstallation ist in die Jahre gekommen. Knofe ist aber überzeugt, dass die Stadt gewillt ist, weiter in die Regenbogen-Kita zu investieren. So sei 2016 die Brandmeldeanlage erneuert und eine Rauchabzugsanlage eingebaut worden. In ihrer Zeit seien auch Treppenhaus und Eingangsbereich gemalert worden. „Es geht nun mal nur in kleinen Schritten“, sagt die Kita-Leiterin.

Eine von Wertschätzung geprägte Gesprächskultur liegen ihr und ihrem Team am Herzen. Es sei „ganz wichtig“, das den Kindern vorzuleben. Die Partnerschaft zwischen Erzieher und Eltern setze Vertrauen voraus.

Von Frank Prenzel

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