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Grimma: Sozialstation und Tagespflege starten am Sonntag unter neuer Flagge

Trägerwechsel Grimma: Sozialstation und Tagespflege starten am Sonntag unter neuer Flagge

Am 1. Oktober übernimmt die Diakonie Leipziger Land in Grimma die Sozialstation und die Tagespflege von der Heim gGbmH Chemnitz. Die Pflegebedürftigen können dabei auf das gewohnte Personal vertrauen, das fast komplett zur Diakonie wechselte. Allerdings wechseln beide Einrichtungen in neue Räumlichkeiten – als Interimslösung.

Die Umzugskartons in der Hand: Ingrid Wänke-Köst, neue Chefin von Sozialstation und Tagespflege in Grimma, sowie Kathrin Beyer Fachbereichsleiterin Altenhilfe der Diakonie Leipziger Land.

Quelle: Frank Prenzel

Grimma. Am Donnerstag saß die neue Chefin der Sozialstation Grimma noch auf Umzugskisten. Ab Montag arbeitet Ingrid Wänke-Köst dann in ihrem neuen Büro am Nicolaiplatz 5. Sozialstation und Tagespflege, die sie verantwortet, stehen vor einem Zeitenwechsel. Wie berichtet, legte die gemeinnützige Heim GmbH Chemnitz beide Einrichtungen in die Hände der Diakonie Leipziger Land. Der Übergang der Trägerschaft erfolgt zum 1. Oktober.

Wänke-Köst betont, dass die Betreuung der Patienten und Tagesgäste wie gewohnt fortgeführt wird – eben nur unter neuer Flagge. Bis auf zwei Ausnahmen wechselte das gesamte Personal zum neuen Träger und steht den Pflegebedürftigen zur Seite. Und: Sozialstation und Tagespflege sind weiterhin unter der Rufnummer 03437/911164 erreichbar. Am Umzug aber führt kein Weg vorbei. Das Chemnitzer Unternehmen hatte bereits die bisherigen Räumlichkeiten in der Käthe-Kollwitz-Straße 1 gekündigt, so dass die Diakonie auf die Suche gehen musste. Die Sozialstation, deren Mitarbeiter bei der häuslichen Pflege ständig auf Achse sind, kommt zunächst mit ihren zwei Büros und dem Beratungsraum am Nicolaiplatz 5 unter. Die zwölf Plätze der Tagespflege werden ins Diakonie-Altenpflegeheim „Hedwig Bergsträßer“ am Wallgraben 10-12 integriert – ebenfalls als Interimslösung. Denn die Diakonie möchte Sozialstation und Tagespflege in einem ihrer Grimmaer Objekte zusammenführen. Dazu sind aber Baumaßnahmen nötig, erläutert Kathrin Beyer, Fachbereichsleiterin Altenhilfe der Diakonie. Für einen Tagespflegeplatz etwa müssten 15 Quadratmeter nachgewiesen werden. „Bauvoranfragen sind gestellt“, so Beyer.

Die Diakonie legte sich für die Sozialstation sieben Autos und einen Kleinbus zu. Sie ziert der Slogan „Hier ist Pflege zu Hause“. Das Wohlfahrtsunternehmen unterhält bereits Sozialstationen für das Muldental sowie in Borna und Pegau. Jetzt kommt die vierte Station für Grimma und Ortsteile hinzu. Sie hat etwa 200 Patienten in ihrer Obhut. Der soziale Markt sei eine Wachstumsbranche, weiß Beyer. Deshalb sei auch die Diakonie ständig am Wachsen.

Viele Jahre stand Monika Kögler der Sozialstation vor, die einst von der Stadt Grimma gegründet und im Jahr 2009 an die Heim gGmbH Chemnitz veräußert worden war. Mittlerweile genießt sie den Ruhestand, so dass Wänke-Köst schon in der Übergangszeit unterstützend eingriff. Bevor sie Anfang des Jahres zur Diakonie kam, arbeitete die gelernte Krankenschwester als Pflegedienstleiterin in Leipzig.

Die Sozialstation zählt 16 Mitarbeiter – Krankenschwestern ebenso wie Altenpfleger und Pflegehelfer sowie Hauswirtschafter. Sie sind zuständig für häusliche Krankenpflege, medizinische Versorgung, Hauswirtschaft und auch die Beratungsgespräche. Bei der Tagespflege, für die ein neues Konzept erstellt wurde, sind vier Mitarbeiter angestellt. Alle Arbeitsverträge wurden denen der Diakonie angepasst, erklärt Beyer. Die Beschäftigen „werden nicht schlechter gestellt“.

Das Chemnitzer Sozialunternehmen hat sich von Sozialstation und Tagespflege in Grimma mit der Begründung der fehlenden räumlichen Nähe getrennt. Es gingen aber wohl auch die wirtschaftlichen Vorstellungen nicht auf. Die Stadt Grimma hatte per Stadtratsbeschluss das Rücknahmeangebot für die Sozialstation ausgeschlagen.

Von Frank Prenzel

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