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Grimma Grimma: Vier-Stufen-Plan für das künftige Sportzentrum Husarenkaserne
Region Grimma Grimma: Vier-Stufen-Plan für das künftige Sportzentrum Husarenkaserne
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18:04 10.03.2016
Oberbürgermeister Matthias Berger zeigt auf die Schutthaufen auf dem Gelände der ehemaligen Husarenkaserne in Grimma. Hier sind die Abrissarbeiten im vollem Gange. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Grimma

Der geplante Bau des Sportzentrums Husarenkaserne erhitzte nicht nur zum jüngsten Stadtrat die Gemüter. Einige Stadträte wollte dem Projekt nur ihren Segen geben, wenn das Gelände künftig nicht nur vom Fußballclub Grimma, sondern von vielen Sportvereinen genutzt werden kann. Aus diesem Grund sprach die Stadtverwaltung im Vorfeld der jüngsten Stadtratssitzung mit Grimmaer Vereinen, um den Bedarf zu ermitteln. Gleichzeitig wurde ein Planungsbüro zu Rate gezogen, um Vorstellungen zu entwickeln, wie die Fläche der ehemaligen Husarenkaserne so überplant werden kann, dass je nach finanziellen Möglichkeiten, das Sportzentrum weiter entwickelt werden kann. Ein Grobkonzept stellten Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) und die Amtsleiterin Hochbau, Ute Hoppe, in einer erweiterten Sitzung des Ältestenrates vor. „Der Bau des Sportzentrums Husarenkaserne könnte in vier Stufen erfolgen“, erklärte Oberbürgermeister Berger. In der ersten Stufe würde der Rasenplatz und das Funktionsgebäude, als erster Teil eines Mehrzweckbaus, entstehen. Allerdings wäre es dazu erforderlich, dass das Funktionsgebäude nicht an der Längsseite, zwischen den beiden geplanten Plätzen, sondern am Kopfende des Rasenplatzes gebaut werde. „Nur in dieser Position sind eine spätere Erweiterung möglich“, ergänzte die Amtsleiterin Hochbau, Ute Hoppe. Dabei stellte der Oberbürgermeister die Vision einer Zweifeldturnhalle vor, die unter anderem von den Vereinen Volleyball und Unihockey genutzt werden könnte. Der erste Bauabschnitt, der Bau des Rasenstadions mit dem Funktionsgebäude 1. Teil, wäre aus den Fördergeldern aus der Hochwasserförderung finanziell gesichert. In der zweiten Stufe soll der Kunstrasenplatz errichtet werden. Dieser könnte erst angelegt werden, wenn die Gelder von der Rewe-Group fließen, die auf dem jetzigen Kunstrasenplatz, in Nähe des Volkshausplatzes, einen Markt errichten will. Doch wann diese fließen, ist ungewiss, da dies von dem Bau der Hochwasserschutzmauer abhängig ist. Die dritte Stufe, die  den Ausbau des Funktionsgebäudes zu einer Zweifeldturnhalle beinhalten könnte, müsste aus Förder- und Haushaltsmitteln gestemmt werden. Genauso wie die Vierte, die darin bestehen könnte, dass die Zweifelderhalle zur Mehrzweckhalle erweitert wird, so dass die Stadt perspektivisch die GGI-Muldentalhalle nicht mehr für den Schulsport anmieten müsste und kulturelle Veranstaltungen am Standort Husarenkaserne stattfinden. „Ich finde es gut, dass vorerst nur der 1. Abschnitt in Angriff genommen wird und die Stadt damit kein finanzielles Risiko eingeht“, sagte Klaus-Dieter Tschiche (SPD). Hans-Jörg Dossin (Bürger für Grimma)  merkte an, dass bei einer eventuellen Planung der Zweifeldhalle daran gedacht werden müsste, dass genügend Sitzplätze vorhanden sind. „Bei Volleyballspielen kommen bis zu 500 Zuschauer“, erklärte er.  „Für die Schulen bringt die Halle nichts. Die Fahrerei bleibt, und die Halle ist nicht für einen Schnäppchenpreis zu haben“, sagte Sabine Krahnert (Die Linke). „Die GGI-Halle ist verschlissen. Sie war nie als Sporthalle konzipiert. Mit der neuen Halle könnten auch die Betriebskosten gesenkt werden“, entgegnete Steffen Grimm (CDU). „Wenn wir schon bauen, sollten wir uns alle Erweiterungsmöglichkeiten offen halten“, meinte Martin Malte (CDU). Jörg Diecke (Die Linke) mahnte an, die Betriebskosten zu bedenken. Dem pflichtete Steffen Richter (Allianz Stadt und Land) bei. Die Kosten müssten dargestellt werden, bevor man eine Entscheidung treffen könne. In der erweiterten Ältestenratssitzung einigten sich die Stadträte jedoch darauf, dass das Planungsbüro das Funktionsgebäude an das Kopfende des Rasenplatzes versetzt, damit die Stadt alle Optionen hat, das Husarengelände weiter zu entwickeln.

Von Cornelia Braun

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