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Grimma beginnt Mauerbau

Grimma beginnt Mauerbau

Die Bagger sind schon in Stellung gebracht. Jetzt werden neue Gräben aufgerissen. In diesen Tagen beginnt ein neuer Bauabschnitt beim Hochwasserschutz für Grimma.

Grimma. Was unter der Erde in großen Teilen bereits realisiert worden ist, soll nun oberirdisch fortgesetzt werden. Auf einer Länge von knapp 500 Metern wird, muldeseitig direkt an der Stadt, eine Hochwasserschutzmauer gebaut.

Wie Thomas Zechendorf, Projektleiter Mulde bei der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen, erklärte, wird der Bau der Hochwasserschutzmauer vorerst in drei Bauabschnitten vorangetrieben. Start ist zwischen Bootshaus und Klosterkirche. Die Stahlbetonwand wird auf den in den zurückliegenden Jahren eingebrachten, unterirdischen Bohrpfählen aufsetzen und sich an der bestehenden Stadtmauer entlangschlängeln, um in diesem Bereich Grimma vor einem Hochwasser zu schützen. „Verkleidet wird sie in der Optik des historischen Vorbilds", sagte der im Hochwasserschutz tätige Bauingenieur. Eine Herausforderung in diesem Abschnitt sind, laut Zechendorf, die 18 Mauerhäuschen, die erhalten bleiben sollen. Dazu müssen aber verschiedentlich Abstützungen oder Balkons aufgenommen, beziehungsweise versetzt werden. Es sollen verschließbare Öffnungen in den Neubau integriert werden.

Der nächste Bauabschnitt schließt sich nördlich der bereits gebauten Mauerabschnitte im Bereich des Polizeiobjektes Grimma an. Nachdem das historische Gebäude der einstigen Amtshauptmannschaft schon gesichert worden ist und auf dem Gelände der Polizei im Zuge dieser Arbeiten ein Teil der Mauer entstand, wird dieser dann über das Verlobungsgässchen bis Roggenmühle weitergeführt. Dort, wo die Mauer das Gässchen und die Straße bis zur Großmühle queren muss, werden Öffnungen – zwei von mehr als 100 – eingearbeitet. „An der Großmühle entsteht ein Hochwasserschutztor, um den Verkehr durchzulassen", sagte Zechendorf.

Ein weiterer Bauabschnitt schließt sich zwischen der nach Nerchau führenden Straßenbrücke und dem Tempelberg an. „In diesem Bereich müssen wir aber erst die unterirdische Dichtwand errichten", so der Projektleiter. Diese dient dann, wie in den anderen Bereichen auch, als Fundament für den oberirdischen Schutz.

Während in den nächsten Tagen die Bagger am rechten Ufer der Mulde auch für die Anwohner sichtbar zu Werke gehen werden, läuft der unterirdische Bau weiter. Wie Zechendorf erklärte, sind noch nicht alle der acht geplanten Grundwasserbrunnen fertig gestellt. Solange halten die Experten sogenannte hydraulische Fenster in der unterirdischen Wand offen. „Zuerst muss die Grundwasserkommunikation funktionieren, dann können wir die unterirdische Dichtwand schließen und darüber wird die Mauer errichtet", so Zechendorf. Der Abschnitt für den Bau der oberirdischen Schutzmauer werde sich bis 2014 hinziehen.

Bereits seit 2007 dauern die Arbeiten für den komplexen Hochwasserschutz der Muldestadt an. Von dem Puzzle, das in zahlreichen einzelnen Baulosen ausgeschrieben und vergeben wird, sind inzwischen 14 realisiert. Die gesamte Investition beträgt rund 40 Millionen Euro und wird von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen gemeinsam geschultert.

Birgit Schöppenthau

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