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Grimma Grimma gewinnt knapp weihnachtliche MDR-Stadtwette
Region Grimma Grimma gewinnt knapp weihnachtliche MDR-Stadtwette
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00:20 10.12.2017
Von Hand zu Hand: Solche Umzugskartons musste die Menschenkette um den Weihnachtsbaum reichen, damit daraus auf der Bühne eine Weihnachtskarte mit Grüßen für ganz Sachsen zusammengefügt werden kann. Mehr Fotos unter lvz.de/grimma. Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Grimma

Mit einer spektakulären Stadtwette hat Grimma sich sachsenweit in Szene gesetzt. Die Bühne dafür bot der regionale Fernsehsender MDR Sachsen und Kulisse bildete der Grimmaer Weihnachtsmarkt. Es galt eine Stadtwette zu gewinnen, die darin bestand, rund um den Tannenbaum eine Menschenkette zu bilden, die 16 Puzzleteile von Hand zu Hand gehen lassen musste.

Mit einer spektakulären Stadtwette hat Grimma sich sachsenweit in Szene gesetzt. Es ging darum, rund um den Tannenbaum eine Menschenkette zu bilden, die 16 Puzzleteile von Hand zu Hand gehen lassen musste.

Was also auf der linken Bühnenseite von MDR-Moderatorin Ines Klein auf Reisen geschickt wurde, musste binnen drei Minuten komplett wieder auf der rechten Bühnenseite ankommen. Auf der Bühne hatte sich mit Ute Kniesche und Helga Metzker sowie Tobias Burdukat und – wie könnte es anders sein – Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) ein extra zusammengestelltes Puzzleteam formiert, um die 16 Teile so zusammenzusetzen, dass eine große Weihnachtskarte zu erkennen ist, mit der Grimma ganz Sachsen ein frohes Weihnachtsfest wünscht.

Aber sollte das, was live und in Farbe über die Bildschirme flimmert, wirklich gelingen? Am nötigen Personal fehlte es nicht. Denn über 250 Menschen hatten sich auf einer Länge von reichlich 150 Metern rund um den Tannenbaum mit vollem Einsatz wacker geschlagen, auch wenn hier und da mal einer dieser Puzzleteile in Form eines Umzugskartons runterfiel. Jeweils eine Seite davon war mit einem entsprechenden Bild beklebt. Aber das Puzzleteam auf der Bühne zeigte sichtbare Schwächen, das gewünschte Bild – etwa zwei Meter breit und 1,5 Meter hoch – entstehen zu lassen. Aber dann endlich war der Schriftzug für den Weihnachtswunsch komplett und gut leserlich zusammengepuzzelt, weshalb Moderatorin Ines Klein ein Auge zudrückte, weil noch nicht alle Teile komplett übereinander gesetzt waren, und unter großem Beifall der Weihnachtsmarktbesucher die Herausforderung als „geschafft“ durchgehen ließ. Das war also sehr knapp. Aber immerhin ging es um 40 der begehrten Eintrittskarten für das Weihnachtskonzert des Dresdener Kreuzchors am 22. Dezember in Dresden. Und darüber durfte sich der Spielmannszug Mutzschen freuen. „Wir haben so viele aktive Vereine in der Großen Kreisstadt Grimma, da hätten es alle redlich verdient, das Konzert besuchen zu dürfen. Und überall wird eine hervorragende und vor allem ehrenamtliche Arbeit geleistet. Aber das Los fiel auf Mutzschen,“ sagte Berger, warb aber gleichzeitig darum, die Vereinsarbeit auch weiterhin engagiert fortzusetzen, weil davon die Gemeinschaft profitiert, „was ein Gewinn für uns alle ist.“

Übrigens: Im Vorfeld der Stadtwette machte schnell das Gerücht die Runde, das Stadtoberhaupt würde jedem einzelnen in der Menschenkette fürs Kommen auf Stadtkosten einen Glühwein spendieren. „Purer Unsinn, denn damit würden wir nur den Händlern auf dem Weihnachtsmarkt schaden. Aber wenn das Gerücht geholfen hat, die Massen zusammenzutrommeln, war es gar nicht so unnütz“, verabschiedete sich Berger augenzwinkernd.

Von Frank Schmidt

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