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Grimma Grimma gibt Sonderprägung mit Pöppelmannbrücke heraus
Region Grimma Grimma gibt Sonderprägung mit Pöppelmannbrücke heraus
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16:53 17.07.2012
Euromint-Verkaufsleiter Michael Knippschild, Sparkassenvorstand Muldental Heidrun Naumann, Stadtrat in Grimma Horst Knoof, Vorstandsmitglied der VR-Bank im Muldental Carmen Ewald (v.l.) Quelle: Andreas Röse
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Grimma

Zum Hochwasserfest Mitte August soll die Brücke von Fußgängern und Radfahrern erstmals wieder genutzt werden. Trotz der Wetterkapriolen dieses Sommers liegt der Brückenbau im Zeitplan. „Wir gehen davon aus, dass am 17. August die Verkehrsfreigabe stattfindet", sagte Oberbauleiter Andreas Apelt. Die letzte Hürde hatten die Bauarbeiter gestern genommen. Sie ließen sich vom Nieselregen nicht abhalten und verteilten Gussasphalt auf den Abschnitten über den historischen Brückenfeilern. Mit Metallgittern und einer Rüttelplatte gaben sie dem grauen Belag eine Optik ähnlich einer Pflastersteinstraße. Nachdem die über 300 Jahre alte Brücke während der Flut stark beschädigt worden war, dauerte es Jahre, bis sich der Freistaat Sachsen und die Stadt Grimma auf eine Sanierung einigen konnten. „Fünf Jahre geplant, drei Jahre gebaut, jetzt gibt es die Brücke als Silbertaler", fasste der Chef auf der Baustelle knapp zusammen. Sechseinhalb Millionen Euro habe das Land Sachsen in das Vorhaben investiert. Auflagen des Hochwasserschutzes hätten bedingt, dass die Sanierer nicht dem vom Zwingerbaumeister Daniel Matthäus Pöppelmann errichteten Vorbild folgen konnten. „Wir haben die Brücke optimiert", so Apelt. Der breitere Durchlass werde der Mulde auch bei künftigen Hochwassern ausreichend Platz gewähren. „Das ist für die Ewigkeit." – Für die Ewigkeit ist auch die Medaille, die ab heute in Umlauf ist. Die Sonderprägung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Grimma und des Münzen- und Medaillenherstellers Euromint. Aus reinem Silber und mit polierter Platte sei die Medaille ein Sammlerstück, sagte Euromint-Verkaufsleiter Michael Knippschild. „Wir sprechen aber auch jene an, die den Aufbau verfolgt oder gar geholfen haben." Die Pöppelmannbrücke ist nicht das erste Grimmaer Brückenbauwerk, das auf einer Münze verewigt wurde. Horst Knoof, SPD-Stadtrat in Grimma, erinnerte an die Hängebrücke, die 1945 gesprengt und 1949 wieder aufgebaut worden war. Damals war eine Prägung aus braunem Steinzeug erschienen. „Zu einem Kreditinstitut gehört es dazu, Münzen zu verkaufen", sagte Heidrun Naumann, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Muldental. Damit wolle das Geldinstitut ein Signal für Grimma setzen. Außerdem werde der Erlös für ein gemeinnütziges Projekt gespendet. Auch die Volks- und Raiffeisenbanken im Muldental wollen den Verkauf der Medaille unterstützen. Zehn Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe habe Grimma zu einer neuen Blüte gefunden, sagte Vorstandsmitglied Carmen Ewald. Nach der Fertigstellung der Pöppelmannbrücke vervollständige sich das Gesamtbild der Stadt. Mit einer Stückzahl von 300 ist die erste Auflage der Medaille ab heute in den Grimmaer Filialen beider Banken im Verkauf. Die silberne Prägung kostet 45 Euro. Auf Wunsch wird die Medaille auch in Gold gefertigt. Der Kaufpreis liegt dann bei 740 Euro.

Birgit Schöppenthau

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