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Grimma kauft neue Software für den Internetauftritt

Stadtrat Grimma kauft neue Software für den Internetauftritt

Der Internetauftritt der Stadt Grimma ist in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß. Die Stadt investiert 18 000 Euro für eine neue Software. Damit soll die Website gründlich überarbeitet werden.

Der Internetauftritt der Stadt Grimma ist nicht mehr zeitgemäß und wird durch einen neuen ersetzt.

Quelle: Andreas Döring

Grimma. Die Stadt Grimma will für ihren Internetauftritt eine neue Software kaufen und so mit den Entwicklungen Schritt halten. Für den Erwerb kalkuliert die Verwaltung 18 000 Euro und erhielt dafür vom Stadtrat grünes Licht. Wichtig sei die neue Software auch für die Darstellung auf Tablets und Smartphones, erläuterte Marlen Sandmann von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt. Die Vorteile reichen aber viel weiter.

Die jetzige Website ging 2012 online. Doch die technische Entwicklung schreitet rasch voran. „Eine starre HTML-Website entspricht nicht mehr den aktuellen Erfordernissen“, heißt es in der Beschlussvorlage für den Stadtrat. Die Pflege der stadteigenen Homepage koste viel Zeit und sei umständlich. So schicken Mitarbeiter die Daten einem Betreiber, der sie einpflegt. Dieser Zwischenschritt soll mit der neuen Software auf CMS-Basis (Content-Management-System) eingespart werden. Dann sei auch sofort die Kontrolle möglich, die derzeit nicht ständig gewährleistet werden könne, heißt es. Momentan hat das umständliche System zur Folge, dass Inhalte zum Teil verspätet oder überhaupt nicht auf der Internetseite erscheinen.

Mit der neuen Software soll der Internetauftritt gründlich überarbeitet werden. Eine hausinterne Analyse hat ergeben, dass die jetzige Homepage mit Informationen überladen ist. Teilweise gleiche Inhalte finden sich auf verschiedenen Unterseiten. Dies erschwere die inhaltliche Pflege, heißt es. Notwendig sei eine klare, bedienerfreundliche Seitenstruktur sowie ein responsives Webdesign. Die Website müsse also auch auf verschiedenen mobilen Endgeräten bedienbar sein. Die Verwaltung will zudem auf einen leistungsfähigen Server achten, damit bei hohen Zugriffen, etwa an Wahlabenden, der Informationsfluss nicht zusammenbricht.

Mit dem CM-System sei die Pflege der Inhalte vom Arbeitsplatz umsetzbar und müsse nicht an Dritte delegiert werden, heißt es in der Beschlussvorlage. Das spare enorme Zeit- und Finanzressourcen. „Modern und leicht händelbar“ soll der Internetauftritt sein, sagte die Beigeordnete Ute Kabitzsch vor dem Stadtrat. Und weil Software-Wartungsarbeiten und Daten-Einpflege nicht mehr im jetzigen Umfang von Fremdfirmen benötigt würden, spare die Stadt jährlich 7000 Euro.

Karsten Schrempel (Bürger für Grimma) warnte aber davor, keinen Wartungsvertrag zu haben. „Bei Umstellung von Programmen ist man immer wieder gezwungen, auf Firmen zuzugehen. Das kostet dann richtig Geld.“ Und sein Fraktionschef Hans-Jörg Dossin wollte wissen, ob Folgekosten für die regelmäßigen Updates berücksichtigt sind.

Normale Updates in Form technischer Neuerungen, auch bezüglich der Sicherheit, seien in den Wartungskosten enthalten, erläuterte Sandmann. Und sie wies auf einen weiteren Vorteil der neuen Software hin: Die Stadtverwaltung würde dann endlich über ein Intranet verfügen. „Das wäre in der Kommunikation eine wahnsinnige Arbeitserleichterung“, sagte sie. Bisher laufe alles althergebracht über den E-Mail-Server, „der damit auch gut entlastet werden könnte“.

Von Frank Prenzel

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