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Grimma Grimma möchte Hot Spots für Touristen schaffen
Region Grimma Grimma möchte Hot Spots für Touristen schaffen
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06:03 28.04.2018
Stelen im Dorf der Sinne Höfgen. Der Ort ist Anziehungspunkt für Touristen, dort soll es bald freies W-LAN geben. Quelle: Frank Schmidt
Grimma

Grimma möchte in seinem Stadtgebiet mehrere frei zugängliche Hot Spots für Touristen schaffen. Der Stadtrat machte dafür Donnerstagabend den Weg frei. Er beschloss bei drei Stimmenthaltungen deren Planung und Errichtung für maximal 80000 Euro. Dafür kann die Stadt auf Fördermittel zurück greifen und muss 20 Prozent aus der eigenen Tasche bezahlen.

Hot Spots an touristischen Anziehungspunkten

Die Stadt Grimma habe eine historisch bedeutsame Altstadt. Auch Ortsteile wie Höfgen, Kössern und Nimbschen seien Anziehungspunkte für Touristen, heißt es in der Beschlussbegründung. Hier überall sollen die Hot Spots entstehen, mit denen Auswärtige sich gratis ins Netz einloggen können und Informationen auch über Grimma finden. Die Förderrichtlinie DiOS vom Dezember 2017 erlaube ein WLAN-Netz im Innenstadtbereich, am Göschenhaus, an der Klosterruine Nimbschen, in Dorf der Sinne Höfgen und am Jagdschloss Kössern zu erschließen, heißt es. Es sei angedacht, das WLAN-Netz zu errichten und zu betreiben.

App informiert über die Stadt

Zudem soll eine App über die touristischen Attraktionen der Stadt informieren. In der Stadtbibliothek ist nach den Vorstellungen ein sogenannter Indoor Access Point angedacht - als einziger in einem Innenbereich. Beigeordnete Ute Kabitzsch sagte, dass Akteure in Höfgen und Nimbschen in die Überlegungen einbezogen seien und dem Projekt aufgeschlossen gegenüber stünden.

„Wir möchten unseren Besuchern eine moderne Stadt präsentieren, so Kabitzsch. Das Hot-Spot-Netz solle wie die in Überarbeitung befindliche Website die Menschen ansprechen. Die Stadt habe sich drei Angebote eingeholt und werde jetzt in die Planung gehen.

Kosten noch nicht beziffert

Der Fraktionschef der Bürger für Grimma, Hans-Jörg Dossin, befürwortet das Vorhaben, verlangte aber Informationen, was die künftige Betreibung des freien WLAN-Netzes kostet. „Das muss doch geplant werden“, sei aber im Haushalt nicht enthalten. Es falle ihm schwer, jetzt Ja zu sagen ohne die Nachfolgekosten für die Kommune zu kennen, so Dossin, der sich dann auch der Stimme enthielt.

Planungen werden auf den Weg gebracht

„Wir wissen derzeit noch nicht genau, wie viele Internetanschlüsse wir im Stadtgebiet brauchen“, erwiderte Kabitzsch. „Wir möchten jetzt erst mal die Planungen so weit auf den Weg bringen, dass wir danach richtige Aussagen treffen können.“ Sobald die Zahlen vorlägen, würden sie dem Stadtrat vorgestellt. Was sie schon jetzt sagen konnte: Die Planung kostet rund 10000 Euro. Kabitzsch erläuterte auch, dass die Errichtung der Hot-Sports auszuschreiben sei. Man wolle eine hohe Qualität.

Weitere Standorte denkbar

Kerstin Köditz (Linke) schlug vor, auch am Oberen Bahnhof einen Hot Spot einzurichten. „Wir reden über Touristen, die kommen vielleicht mit Bus oder Bahn an.“ Kabitzsch erläuterte, dass in der City der Bereich von der Hohnstädter Straße bis zum Leipziger Platz sowie der Markt vollständig ausgeleuchtet werden sollen. Einbezogen werden sollen ihren Worten zufolge auch beide Muldebrücken, der Bereich der Flutmauer und die Klosterkirche. Der Obere Bahnhof und der Nikolaiplatz seien derzeit Treffpunkte, „die ein bisschen kritischer sind“. Dort wolle die Stadt nicht noch mehr Klientel hinziehen und habe sie ausgenommen. „Wir können aber den Oberen Bahnhof gern mit untersuchen lassen.“

Von Frank Prenzel

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