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Grimma probt den Ernstfall: An der Mulde werden 69 Tore und Schotten dicht gemacht

Übung Grimma probt den Ernstfall: An der Mulde werden 69 Tore und Schotten dicht gemacht

„Hochwasserschutzmaßnahmen einleiten!“ Mit dieser Aufforderung sind die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und der Wasserwehr in Grimma am Sonnabend um 8.20 Uhr zur dritten, groß angelegten Hochwasserschutzübung in die Muldestadt gerufen worden.

Angetreten zur Übung: In Grimma proben Kameraden der Feuer- und Wasserwehr den Hochwasserfall.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma. „Hochwasserschutzmaßnahmen einleiten!“ Mit dieser Aufforderung sind die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und der Wasserwehr in Grimma am Sonnabend um 8.20 Uhr zur dritten, groß angelegten Hochwasserschutzübung in die Muldestadt gerufen worden. „Diese dritte Einsatzübung heute steht unter ganz anderen Vorzeichen als die bisherigen Übungen. Der Status quo ist, dass von ursprünglich 200 geplanten Maueröffnungen zum Beginn der Planung des Bollwerkes 78 übrig geblieben und davon nun 69 fertiggestellt sind. Und die gilt es heute zu schließen“, schwörte Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) die Truppe auf die Tagesaufgabe ein. Die restlichen neun Tore sowie ein letztes Teilstück der insgesamt 2,2 Kilometer langen Hochwasserschutzmauer sollen bis Ende 2018 fertig sein. Die letzten Lücken provisorisch zu schließen und die Stadt heute schon ausreichend zu schützen, ist der Job von 400 großen und 4000 kleinen Sandsäcken. „In dieser Kombination hat Grimma möglicherweise schon jetzt einen funktionierenden Flutschutz, jedoch ohne Gewähr“, sagte Berger.

Mehr als nur ein fachkundiger Beobachter war Axel Bobbe von der Landestalsperrenverwaltung. Mitgebracht hat er ein Mitarbeiterteam, das den Kameraden zur Seite stand. „Nutzt die Gelegenheit, mit meinen Männern ins Gespräch zu kommen, um alle auftretenden Fragen zu klären und Probleme zu besprechen. Bitte schreibt auf, was möglicherweise geändert oder verbessert werden kann, solange unsere Baufirmen noch vor Ort sind“, sagte Bobbe an die Adresse der Kameraden.

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Tore und Schotten dicht! Mit diesem Kommando traten Feuer- und Wasserwehr bereits zum dritten Mal in Grimma an, um den Fall zu proben, wenn die Mulde über die Ufer tritt. Die Kameraden zeigten, dass sie alles im Griff haben.

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Mit einer Einweisung der vier Abschnittsleiter durch Ordnungsamtsleiterin Kathrin Werner begann die Übung. Demnach agierten drei Trupps direkt an der Mauer in Grimma, ein vierter Trupp in Dorna, wo drei Durchlässe zu betreuen waren. Hier allerdings zeichneten sich Probleme ab, die in einer Art Krisenbesprechung mit dem Planungsbüro vor Ort erörtert wurden. „Wir haben hier einen ziemlich hohen Eintrag von Treibgut und Schlamm“, erklärt Berger. Eine Tatsache, so nahm er die Planer in Schutz, die so nicht vorhersehbar gewesen sei. Mit dem Nachrüsten eines Rechens sowie der Schaffung einer Art Sickergrube sollte das Handicap in den Griff zu bekommen sein, hoffte Berger.

An den übrigen Toren und Schotten lief es reibungslos. „Sie sehen ja, wie fix das hier geht. Die Feuerwehr hat sich sehr gut reingefuchst und strahlt eine innere Ruhe aus – alles läuft wirklich sehr routiniert“, lobte Bobbe den Ablauf der Übung. „Abgesehen von kleineren Mängeln, die aber normal und auszuwerten sind, hat sich positiv ausgewirkt, dass wir die Übung das dritte Mal gemacht haben. Die Kameraden wissen, worauf es ankommt“, schloss sich Berger mit seinem Fazit dem Lob von Bobbe an.

Volkmar Ott und Frank Hempel von der Wasserwehr in Wagelwitz ließen für diese Hochwasserübung zwar diverse Arbeiten daheim liegen. „Aber für uns ist das eine wichtige Weiterbildung, damit wir im Ernstfall jeden Handgriff sicher ausführen können“, sagte Hempel.

Von Frank Schmidt

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