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Grimma Grimma rückt den Schwarzkitteln zuleibe
Region Grimma Grimma rückt den Schwarzkitteln zuleibe
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05:00 19.03.2010
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Grimma/Beiersdorf

  Rund 1500 Hektar umfasst das Gebiet der Jagdgenossenschaft Grimma-Beiersdorf, wobei die Bauernland GmbH daran einen großen Anteil hat. In den vergangenen Jahren sei das Jagdrecht an sechs Jäger verpachtet worden, die größtenteils nicht aus der Muldental-Region kommen. Der Pachtvertrag, so Paul, laufe jedoch nach neun Jahren jetzt am 31. März aus. „Mit dem 1. April gibt es bei den Jägern nun einen Generationswechsel“, sagt der Jagdvorsteher. Es habe im Muldental genügend junge Jäger, und so würden drei einheimische Jäger in den Pachtvertrag einsteigen. Er selbst, der zwölf Jahre im Vorstand der Jagdgenossenschaft und seit fünf Jahren als Vorsteher tätig ist, gehe nicht zur Jagd. „Das muss ich dem Wild nicht an tun“, schmunzelte er.   Ein ganz spezielles Thema soll am Sonnabend bei der Jahresversammlung angesprochen werden, nämlich die Probleme der hohen Schwarzwildbestände. „Schon im vergangenen Jahr gab es dazu sachsenweite Empfehlungen in der so genannten Freitaler Erklärung“, sagt Wolfhardt Paul. Wolfgang Vogel, Chef der Beiersdorfer Bauernland GmbH, werde dazu auf der Versammlung in seiner Funktion als Präsident des sächsischen Landesbauernverbandes sprechen. Es gehe nun darum, dass die Bewirtschafter der Flächen und die Jäger Hand in Hand wirken, um die stark gestiegene Population der Wildschweinbestände in den Griff zu bekommen und tragbare Bestände zu entwickeln und zu erhalten. Es solle damit das Risiko von Wildschäden minimiert und die Gefahr von Tierseuchen verhindert werden, heißt es in der Freitaler Erklärung.   „Auch im Gebiet unserer Jagdgenossenschaft in Grimma und den umliegenden Orten nimmt der Bestand an Wildschweinen immer mehr überhand“, weiß Wolfhardt Paul. Zum Beispiel durch die klimatischen Bedingungen in den letzten Jahren, als genügend Futter auch in den Wintermonaten zur Verfügung stand, und auch durch die Entsorgung von Haushaltsabfällen einiger Bürger in der Natur sei die Schwarzwild-Population angewachsen. „Viel zu viele Schwarzkittel haben wir jetzt auf der ganzen Flur, ob im Klosterholz, im Schilfgürtel am Münchteich oder an den Tonlöchern – und dann rücken sie raus auf die Felder“, weiß Paul. „Jetzt im Winter haben sich mal drei Bachen mit ihren Frischlingen in Grimma-Süd am Wespengrund am Tag direkt am Wohngebiet gesonnt, und weder durch den Verkehr noch durch die Menschen ließen sich die Tiere stören“ weist er auf die Notwendigkeit der Bestandsregulierung hin.

Silke Hoffmann

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