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Grimma setzt beim neuen Gewerbegebiet auf externe Gesellschaft

An der Autobahn Grimma setzt beim neuen Gewerbegebiet auf externe Gesellschaft

Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger ist optimistisch, dass in diesem Jahr mit der Erschließung eines neuen Gewerbegebietes an der Autobahn 14 begonnen wird. Allerdings wird über Details noch hinter verschlossenen Türen gesprochen. Christian Steinbach vom Projektentwickler informierte jetzt den Technischen Ausschuss nicht öffentlich über den Stand der Dinge.

An A 14 und B 107 will Grimma ein neues Gewerbegebiet entwickeln.

Quelle: Thomas Kube

Grimma. Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) ist optimistisch, dass in diesem Jahr mit der Erschließung eines neuen Gewerbegebietes an der Autobahn 14 begonnen wird. Allerdings wird über Details noch hinter verschlossenen Türen gesprochen. Christian Steinbach (44) vom Projektentwickler informierte jetzt den Technischen Ausschuss des Stadtrates im nicht öffentlichen Sitzungsteil über den Stand der Dinge. „Wir sind noch in einer frühen Phase“, sagte er auf LVZ-Anfrage.

Grimma bedient sich bei der Entwicklung des neuen Gewerbegebietes eines externen Dienstleisters. Steinbach, der Rechtsanwalt ist und von 2004 bis 2009 für die CDU auch eine Legislaturperiode im Landtag saß, betreibt die Christian Steinbach Asset Management GmbH und ist ein Bündnis mit der in Leipzig und Frankfurt/Main ansässigen WEP-Gruppe eingegangen. Beide Unternehmen gründeten für Grimma die WEP-CSM-Entwicklungs GmbH & Co KG, die das Gebiet an der A 14 entwickeln und vermarkten soll. „Seit Sommer 2016 arbeiten wir an dem Projekt“, gibt Steinbach zu verstehen.

Das neue Gewerbegebiet soll nördlich der Autobahn an der B 107 in Richtung Wurzen entstehen. Derzeit managt die Projektentwicklungsgesellschaft den Ankauf der Flächen von den Eigentümern, „es ist aber noch nichts unterschrieben“, betont Steinbach. Auch zu potenziellen Investoren hält sich der 44-Jährige bedeckt. Nur so viel: „Wir haben dem Oberbürgermeister zugesagt, Firmen aus der Region zu bevorzugen.“ In einem ersten Bauabschnitt sollen laut Steinbach 5,5 Hektar entwickelt werden. Zur Gesamtgröße des Gewerbegebietes äußert er sich aber ebenfalls zurückhaltend, während der Rathauschef von 40 Hektar spricht, die verfügbar seien. „Grimma braucht dringend Industrie- und Gewerbeflächen“, sagt Steinbach. Es sei eine prosperierende Stadt, die kaum noch über entsprechende Flächen verfüge.

Den Bebaungsplan werde die Projektentwicklungsgesellschaft erst in Auftrag geben, wenn der Grund und Boden angekauft ist, so der 44-Jährige. Insofern will Steinbach auch nicht spekulieren, wann die ersten Bagger anrollen. Er sei aber „verhalten optimistisch“, dass es noch 2017 losgeht, so Steinbach, der die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ausdrücklich lobt: „So etwas habe ich noch nicht erlebt.“

Grimma hat die Entwicklung des Gebietes in fremde Hände gelegt, um wenig Zeit zu verlieren. Theoretisch hätte die Stadt auch auf Fördermittel setzen können, weiß Oberbürgermeister Berger. Doch das hätte seiner Ansicht nach Zeit gekostet. „Wir wollten das Projekt nicht verzögern, indem wir mit den Institutionen über Fördermittel verhandeln.“ Das Risiko bei einem Externen anzusiedeln, sei sinnvoll. Und wer das Risiko trage, solle auch die Rendite bekommen. „Wir wollen schnell ein attraktives Gewerbegebiet und Arbeitsplätze schaffen, um junge Leute zu binden“, bringt der Rathauschef die Intention der Stadt auf den Punkt.

Aus logistischer Sicht sei es wichtig, so Berger, dass ein Gewerbegebiet an der Autobahn liegt. Und Grimma sei mit der A 14 optimal erreichbar. „Wir liegen relativ zentral.“ Zudem gebe es seines Wissens weit und breit kein Mittelzentrum, das über so attraktive Flächen in dieser Größe verfügt. Für ihn beste Voraussetzungen, dass sich das Areal nach der Erschließung rasch füllt. Es gebe Anfragen auch von Unternehmen der Stadt, die sich vergrößern wollen, weiß Berger.

Von Frank Prenzel

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