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Grimma Grimma und Weingarten: Freunde seit zwei Jahrzehnten
Region Grimma Grimma und Weingarten: Freunde seit zwei Jahrzehnten
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05:00 19.05.2010
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. Im Vorfeld der größten Reiterprozession Europas, dem Blutritt, verständigten sich beide Oberbürgermeister auf einen symbolischen Treuevertrag und legten in einem Partnerschaftseid fest, die Freundschaft aktiv fortzusetzen, zu vertiefen und zu erweitern. Gemeinsam mit Vertretern aus Weingartens Partnerstädten Bron (Frankreich), Mantua (Italien) und Burgeis (Südtirol) wurde die deutsch-deutsche Freundschaft gefeiert.

Grimmas Oberbürgermeister war gemeinsam mit den Stadträten Hans-Jörg Dossin (Bürger für Grimma), Sabine Krahnert (Linke und stellvertretende Oberbürgermeisterin), Georg Dornig (Grimmaer/SPD) und Vertretern aus der Verwaltung der Einladung von Weingartens Oberbürgermeister, Markus Ewald, gefolgt.

„Ziel der Städtepartnerschaft ist es, enge und wechselseitige Beziehungen auf den Gebieten der Kultur, des Sports, der Freizeitaktivitäten, der Ökologie, der Wirtschaft und der Verwaltung zu entwickeln", heißt es in der Urkunde. Die Bürgerinnen und Bürger beider Städte sowie die örtlichen Vereine, Verbände, Parteien und Kirchen werden aufgerufen, diese Vereinbarung mit Leben zu erfüllen. Eine Zukunftsperspektive für die Städtepartnerschaft sehen beide Oberbürgermeister in der Jugend, die durch Schüleraustausch, gemeinsame Aktivitäten wie das Austragen sportlicher Turniere und anderes herangeführt würden.

Entstanden ist die Städtefreundschaft durch die gemeinsame französische Dritte im Partnerstadt-Trio, Bron. Näher gekommen sind sich die Städte beim Ausbau der Finanzverwaltung nach der Wiedervereinigung. In Weingarten zeugen die Grimmastraße und das in Stein gehauene Wappen vor dem Rathaus von der engen Freundschaft. Höhepunkte der 20-jährigen Partnerschaft waren unter anderem die Jugendkonferenz 2001, aus der dann das Grimmaer Jugendparlament hervorging, und die Beteiligung der Stadtgarde zu Pferd zum Sachsentag 2008 in Grimma.

Besonderer Höhepunkt des jetzigen Besuches in Weingarten war der Blutfreitag. Knapp 3000 Reiter ritten den Prozessionsweg durch Weingartens Umgebung. Tausende Pilger und Zuschauer begleiteten die jahrhundertealte Tradition um die Verehrung der „Heilig-Blut-Reliquie". Diese wird seit mehr als 900 Jahren im Benediktinerkloster Weingarten aufbewahrt und soll der Legende nach Blut von der Kreuzigung Christi enthalten. In diesem Jahr wurde der Blutritt letztmalig von einem Benediktinermönch angeführt, der die Heilig-Blut-Reliquie trägt. Denn das Kloster Weingarten muss in diesem Jahr wegen Nachwuchsmangels schließen. Der Blutritt bleibt erhalten.

Silke Hoffmann

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