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Grimma Grimma und Wurzen bauen auf frische Millionen im Fördertopf
Region Grimma Grimma und Wurzen bauen auf frische Millionen im Fördertopf
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17:50 19.05.2015
Investitionen geplant: Die Stadt Grimma will das Jagdhaus Kössern sanieren. Quelle: Andreas Röse
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Landkreis Leipzig

Um Bauinvestitionen geht es für die Stadt Grimma am Jagdhaus Kössern und für die Stadt Wurzen am Ringelnatzhaus. Die Stadt Bad Lausick denkt an die Anschaffung eines Lastwagens für die Deutsche Bläserakademie, die Stadt Böhlen an die Ausstattung des Leipziger Symphonieorchesters. Diese vier Anträge plus zwei aus dem Landkreis Nordsachsen könne der Kulturraum Leipziger Raum dem Grunde nach genehmigen, kommentiert Kulturraumsekretär Manfred Schön das Wunschkonzert. Insgesamt seien schon 33 Anträge eingereicht worden, doch die meisten bedürften noch einer umfassenden Überarbeitung. Das habe vor allem mit den Bedingungen zu tun, die in Dresden für die Inanspruchnahme der Mittel festgelegt wurden. "Das Geld wird uns nicht zur Verfügung gestellt", sagt Schön dazu, "wir sind jedoch am Verfahren beteiligt und müssen zu jedem Projekt eine Stellungnahme abgeben."

Es geht genau gesagt um Geld aus zwei Töpfen. Ein Struktur- und Investitionsmittelfond, in dem ursprünglich jeweils eine Millionen Euro pro Jahr geplant waren, wurde im sächsischen Doppelhaushalt um jeweils eine halbe Million Euro aufgestockt. Außerdem legte das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) ein Programm auf, aus dem pro Jahr 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden sollen. "Beantragen können diese Mittel nur Landkreise, Städte und Gemeinden", nennt Schön eine der Bedingungen. "Und in Anspruch genommen werden können sie nur für regional bedeutende Einrichtungen und Projekte, die auch bisher schon Förderung bekommen haben." In der Regel solle es sich um Investitionen mit einem Mindestvolumen von 50 000 Euro handeln. Und im Normalfall fördert Dresden 50 Prozent davon. Von der profitierenden Einrichtung wird ein Eigenanteil von mindestens zehn Prozent erwartet, von der jeweiligen Kommune und vom Kulturraum mindestens je fünf Prozent. Die fehlenden 30 Prozent sind frei verhandelbar. Doch erst, wenn ihre Herkunft geklärt ist und alle acht Seiten des Antragsformulars korrekt ausgefüllt sind, steigen die Chancen darauf, einen kräftigen Hieb aus dem Geldtopf abzubekommen.

Keine Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Denkmalschmiede Höfgen, über viele Jahre einer der größten Fördermittelempfänger des Kulturraums. Förderverein und GmbH der soziokulturellen Einrichtung im Grimmaer Ortsteil Kaditzsch mussten im vergangenen Jahr bekanntlich Insolvenz anmelden, weil der Kulturraum aufgrund eines Berichtes des Rechnungsprüfungsamtes Nordsachsen die Förderung einstellte. Momentan liefen in dieser Angelegenheit Vergleichsverhandlungen mit dem Insolvenzverwalter, erklärte Schön zur aktuellen Situation.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.02.2013

Heinrich Lillie

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