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Grimma vermacht seiner Tochter188 Wohnungen

Immobilientrasfer Grimma vermacht seiner Tochter188 Wohnungen

Die Stadt Grimma überträgt 47 Immobilien, die ihr im Zuge von Eingemeindungen zufielen, an die Grimmaer Wohungs- und Baugesellschaft mbH (GWB). Das städtische Tochterunternehmen übernimmt die Gebäude zum 1. Januar 2018. Die meisten Häuser sind in einem schlechten Zustand, mehr als die Hälfte der 188 Wohnungen stehen leer.

Grimmas Stadtrat gab grünes Licht für den Immobilientransfer.

Quelle: Frank Prenzel

Grimma. Ob der Gänsemarkt 3 in Nerchau, die Grimmaer Straße 8 in Beiersdorf oder die Förstgener Straße 10 in Kössern – die Stadt Grimma überträgt insgesamt 47 Immobilien, die ihr im Zuge von Eingemeindungen zufielen, an die Grimmaer Wohungs- und Baugesellschaft mbH (GWB). Das städtische Tochterunternehmen übernimmt die Gebäude, die laut Justiziarin Kerstin Ulbricht „größtenteils einen hohen Sanierungsbedarf“ haben, zum 1. Januar 2018. Mehr als die Hälfte der 188 Wohnungen stehen leer.

Der Stadtrat gab jetzt für den Immobilientransfer einmütig grünes Licht. Nun muss noch die Gesellschafterversammlung der GWB zustimmen, mit einem positiven Votum des Aufsichtsrates im Rücken. Das Wohnungsunternehmen zahlt der Stadt für die Grundstücke 100 000 Euro. Darüber hinaus besteht die Übertragung aus einem unentgeltlichen Teil: Das Kapital der GWB wächst um 1,5 Millionen Euro.

Zwar verwaltet die GWB die betreffenden Immobilien bereits, hat sie aber nicht im Eigentum. Darüber hinaus gehende Aufgaben für den Bestand übernahm bislang das Gebäude- und Liegenschaftsmanagement der Stadtverwaltung. Die Stadt habe weder die finanziellen noch die personellen Voraussetzungen, um die Wohnungsverwaltung und Sanierung so effektiv vorzunehmen, wie dies die GWB kann, begründete Ulbricht den Schritt. Zudem befinde sich bereits der überwiegende Teil der städtischen Wohnungen im GWB-Eigentum. Es gebe keinen Grund, „warum das für diese Wohnungen nicht so sein soll“, sagte Ulbricht.

Es könne nicht Aufgabe der Verwaltung sein, den Wohnungsbestand zu verwalten, bekräftigte auch Hans-Jörg Dossin, Fraktionschef der Bürger für Grimma. „Wir werden mit dieser Entscheidung aber zumindest zeitbefristet die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Unternehmens negativ beeinflussen“, gab er zu bedenken. Der teils desolate Zustand und der hohe Leerstand würden die GWB belasten. „Das Unternehmen verträgt das, aber wir werden in den nächsten Jahren nicht die bisherigen wirtschaftlichen Erfolge haben“, so Dossin.

Aline Hanschmann (Allianz Stadt + Land) wollte wissen, ob die GWB die Gebäude behalten wolle. „Wir müssen den Bestand erstmal eruieren und schauen, welche Finanzkraft für eine Sanierung nötig ist“, antwortete Geschäftsführerin Katrin Hentschel. Sicher werde es auch dazu kommen, dass das eine oder andere Objekt verkauft wird. Ihr Unternehmen hat derzeit 1454 Wohnungen im Bestand. Der Jahresumsatz lag 2016 bei rund 6,5 Millionen Euro. Aufgabe der stadteigene Gesellschaft ist die Wohnungsverwaltung und -bewirtschaftung.

Die zu übertragenden Immobilien waren zuvor von einem Wirtschaftsprüfer bewertet worden. Grimmas Anlagevermögen ändert sich nicht durch den Transfer, den die Rechtsaufsicht genehmigen muss. Der Bestand „bleibt ja in der Familie“, so Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos).

Von Frank Prenzel

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