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Grimma Grimma warnt wegen Eisdecke auf der Mulde
Region Grimma Grimma warnt wegen Eisdecke auf der Mulde
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05:00 13.01.2010
Grimma

Die Stadtverwaltung schickte am Montagabend per SMS eine entsprechende Mitteilung an alle registrierten Empfänger von Hochwasserwarnungen.

 Das Ordnungsamt beobachtet seitdem die Mulde, derzeit bestehe noch keine bedrohliche Situation, sagte Mitarbeiter Wolfgang Möller gestern gegenüber LVZ. Ähnlich sieht das Flussmeister Thomas Weiser: „Aus jetziger Sicht ist es noch total unbedenklich.“ Er und seine Kollegen inspizieren die Eisbildung bei Kontrollfahrten.

Als einer der ersten hatte Mario Sörnitz, Betreiber des Hotels Zur Schiffmühle in Höfgen, die Folgen des zugefrorenen Flusses bemerkt. Das Wasser stieg am Montagabend bis nahe an den Pavillon auf dem Freigelände. Gestern hatte sich die Situation wieder beruhigt. „Wir haben geöffnet und sind erreichbar“, sagte Sörnitz entspannt gegenüber LVZ. Seine Einschätzung lautete: „Wenn es noch eine Woche kalt bleibt, dann könnte es gefährlich werden.“ Am Fährhaus beobachten Fährmann Sven Biegel und seine Familie die Mulde aufmerksam. „Sie ist randvoll, aber bei uns noch nicht raus“, sagt Biegel, der hofft, dass sich die Situation bald entspannt.

Der östliche Wanderweg an der Mulde zwischen Höfgen und Grimma war gestern unbegehbar und teilweise überspült. Die Stadtverwaltung warnte hier vor der Gefahr durch das sich aufstauende Eis.

Der Stadt Grimma droht erst Gefahr, wenn das Eis brechen und sich in größeren Stücken fortbewegen sollte. Der kritischste Punkt wäre dann die Baustelle an der Pöppelmannbrücke. Hier sind laut Oberbürgermeister Matthias Berger etwa 40 Prozent des Flusses verbaut. „Wir denken, dass die Schollen und das Wasser beim Aufbruch des Eises durchpassen, haben aber keine Erfahrungen mit Eisgang während des Brückenbaus“, sagte Berger. Den Bürgern riet er, aufmerksam zu sein. Die Stadt stehe zudem mit den Baubetrieben und der Bauüberwachung in Kontakt. Für die Baustelle gelte der übliche Hochwasserplan. Alle Beteiligten seien über die Situation informiert, sagte Hartmut Guhlemann von der Stadtverwaltung. Zusätzliche Maßnahmen, wie etwa der Rückbau des Dammes, seien derzeit nicht vorgesehen.

André Neumann

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