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Grimma Grimma will Gymnasium erweitern
Region Grimma Grimma will Gymnasium erweitern
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05:00 29.12.2009
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Grimma

Augustin ausgebaut werden. Die Stadt will dafür in den Jahren 2010 bis 2012 insgesamt etwas mehr als eine Million Euro Eigenmittel aufbringen. Der Stadtrat stützte sich bei diesem unmittelbar vor Weihnachten gefassten Beschluss auf eine bislang nur mündliche Förderzusage für die verbleibenden drei Millionen, die Oberbürgermeister Matthias Berger von Gesprächen mit Vertretern mehrerer Ministerien und der Sächsischen Aufbaubank in Dresden mitbrachte. Demnach würde die Sanierung des Seminars nicht aus dem Finanztopf für Schulbauten, sondern durch Städtebaumittel gefördert. Während der drei Jahre würden dann allerdings keine privaten Sanierungen gefördert. Laut Berger könnte durch die Sanierung des Seminars sogar der Freistaat selbst Kosten sparen. Weil der quer zur Mulde stehende Gebäudeteil abgerissen werden soll, könnte bei der Hochwasserschutzmauer auf kostspielige Vor- und Rücksprünge verzichtet werden. Mit dem Alten Seminar könnte das Gymnasium St. Augustin künftig regelmäßig fünf bis sechs Klassen je Jahrgang aufnehmen. Mit Blick auf künftige Eingemeindungen unterstrich Berger: „Es ist unser wichtigstes Anliegen, auch in einem größeren Grimma allen Interessenten einen Platz auf dem eigenen Gymnasium anbieten zu können.“ Vor der Sanierung muss die Stadt das Seminar dem Augustinerverein abkaufen. Der ist nach den Worten seines Vorsitzenden, des Stadtratsmitglieds Klaus-Dieter Tschiche (SPD), zum Verkauf bereit. Neben dem Kaufpreis müsse die Stadt aber auch die bisherigen Kosten für die Beseitigung von Hochwasserschäden und die Honorare für Architekten übernehmen, die bereits Pläne für ein Schul- und Bildungszentrum erarbeitet haben. Tschiche bezeichnete die Möglichkeit, Fördermittel für das Seminar zu bekommen, als „absoluten Glücksfall“, stellte aber fest: „Erst wenn die schriftliche Zusage vorliegt, kann die Deckelung der Schülerzahlen aufgehoben werden.“ Noch gilt nämlich ein Stadtratsbeschluss, wonach das Gymnasium maximal fünf Klassen aufnehmen soll. In diesem Jahr hatte Grimma erst nach Druck aus der Elternschaft und mit der Zusage für Hilfe bei einer Erweiterung alle angemeldeten Schüler am St. Augustin aufgenommen. Der Elternrat des Gymnasiums unterstützt die Erweiterung. „Wir sind der Meinung, eine Breite an Schülern sorgt auch für Breite an Angeboten“, sagte Gerd Langner vom Vorstand der Elternvertretung. Kommt es zur Sanierung, wird es bis zur deren Ende am Gymnasium noch enger. Oberbürgermeister Berger kündigte an: „Wir werden auch in den nächsten zwei Jahren alle Schüler aufnehmen, müssen uns dabei aber der beengten Verhältnisse bewusst sein.“ Laut Schulamtsleiterin Jana Kutscher seien dazu „strukturelle und organisatorische Veränderungen“ nötig. Seitens der CDU-Fraktion wurde darauf hingewiesen, dass die Stadt sich auch für das Gebäude der ehemaligen Grundschule neben dem Seumehaus um eine Lösung bemühen solle, Stadtrat Malte Martin forderte wenigstens eine „Minimallösung“.

André Neumann

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