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Grimma Grimma will bei Straßenbeleuchtung sparen
Region Grimma Grimma will bei Straßenbeleuchtung sparen
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05:00 18.03.2010
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Grimma

Tiefbauamtsleiter Dirk Hahmann informierte die Stadträte darüber, dass durchaus zunächst Kosten für die Umrüstung entstünden. Die würden sich für alle vorgesehenen Straßen einmalig auf knapp 20000 Euro belaufen. Dem gegenüber stünde jedoch eine jährliche Einsparung von nahezu 18000 Euro. Durch die Elektrofirma würden nicht alle Bereiche gleichzeitig umgestellt, sondern die Reduzierung passiere etappenweise, und es müssten nicht zwingend alle Lampen noch in diesem Jahr umgerüstet werden, sagte Hahmann.

Hans-Jörg Dossin (Bürger für Grimma) begrüßte das Vorhaben. „Damit wird Grimma nicht finster“, sagte er. Bei der Straßenbeleuchtung gebe es eine reelle Möglichkeit zur Kostenreduzierung. „Zum Beispiel sieht die voll beleuchtete Südstraße zwar wunderschön aus, aber brauchen wir das wirklich?“, stellte er die Frage in den Raum. Wolfgang Bludau (Linke) konnte sich mit der Idee der Teilabschnitte nicht recht anfreunden und meinte: „Die Umstellung sollte im Komplex erfolgen und so schnell wie möglich.“ Die Gemeinde Zschadraß sei hier übrigens ein Vorreiter, dort würden nachts alle Lampen ganz abgeschaltet. „Aber das können wir uns in Grimma nicht leisten“, lenkte er ein.

Georg Dornig (Grimmaer) meinte nach einem Blick auf die Straßenliste, dass es noch mehr nächtliche „Sinnlosbeleuchtung“ wie den Wasserwerksweg oder den Floßplatz gebe. Johannes Heine (Freie Wähler) warf ein, dass er sich nicht hundertprozentig zutrauen wolle zu entscheiden, welche Straßen betroffen sein sollen. „Man müsste das erstmal an einem Beispiel probieren und anschauen“, schlug er vor. Dem stimmte Hans-Henning Ruhmer (CDU) zu. Die schrittweise Einführung der Abschaltung sehe er als sinnvoll, sagte er. Die Sicherheit der Bürger sei dabei für ihn sehr wichtig.

So kamen schließlich die Stadträte im Technischen Ausschuss überein, „Grimma nicht schwarz zu machen“, sondern die Umrüstung und die fünfzigprozentige Abschaltung zunächst an einem Straßenzug auszuprobieren und dabei die betroffenen Bürger und deren Meinungen einzubeziehen.

Diese Straßenzüge und Plätze sollen von der Halbnachtschaltung betroffen sein: Leipziger Straße/Wallgraben/Oettlerstraße bis Wurzener Straße, Colditzer Straße, Gabelsbergerstraße/Südstraße, Bahnhofstraße, Prophetenberg, Oettlerstraße/Wurzener Straße bis Zufahrt Muldebrücke, Volkshausplatz (Komplettabschaltung Parkplatz und Fußweg an der Mulde), Vorwerkstraße, Hengstbergstraße, Alte Poststraße (komplett), Broner Ring, Gerichtswiesen (komplett Innenring, da PEP-Beleuchtung ausreichend), Nicolaiplatz, Parkplatz Nimbschen Fitnessclub (komplett ab 24 Uhr), Neschwitzweg/Pulverturm, Hopfenberg/Bergstraße/Brauereiweg, Grimmaer Straße in Beiersdorf, Waldbardauer Straße, Teichsiedlung, Am Weinberg und Fußweg (komplett von 23 bis 6 Uhr) in Großbardau sowie der gesamte Ortsteil Döben.

Silke Hoffmann

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