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Grimmaer Baumfällungen Gegenstand von Ermittlungen

Grimmaer Baumfällungen Gegenstand von Ermittlungen

Die Meinungen über die Holzfällarbeiten an der Mulde in Grimma liegen weit auseinander. Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) geht unverändert davon aus, dass die Maßnahmen rechtens waren und mit Zustimmung von Landratsamt und Forstbehörde vorgenommen wurden.

Grimma. Es seien entsprechende Mitarbeiter vor Ort gewesen, so Berger, sachliche Einwände habe es nicht gegeben. Dass das Landratsamt von nichts wusste, wie es gegenüber der LVZ geäußert wurde, entspreche nicht den Tatsachen.

Die Kreisverwaltung äußerte gestern, die Ausmaße der Fällungen nicht gekannt zu haben. Das Umweltamt habe bei der Stadtverwaltung Grimma und auch vor Ort nach Art und Umfang der forstlichen Maßnahmen im Stadtwald nachgefragt. "Dabei wurden die Mitarbeiter der Stadtverwaltung darauf hingewiesen, dass ein großflächiger Baumeinschlag mit uns abzustimmen sei", so Pressesprecherin Brigitte Laux. Das Umweltamt habe mehrfach die Information von der Stadtverwaltung erhalten, dass sich der Einschlag auf einzelne, zulässige Pflegemaßnahmen und Einzelbaumentnahmen beziehe. Bei einer Kontrolle vor Ort am 17. Februar hätten Mitarbeiter ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Maßnahmen vorgefunden. Doch als nach Bürgerhinweisen am 25. Februar erneut kontrolliert worden sei, wurde das jetzige Ausmaß festgestellt. Eine Anzeige sei zwingend gewesen, so Laux, denn "es gibt für diesen Kahlschlag weder einen Antrag noch eine Genehmigung, aus den Nachforschungen des Umweltamtes lässt sich keine Zustimmung konstruieren". Berger geht unverändert davon aus, dass eine Genehmigung nicht erforderlich gewesen sei. Es habe keinerlei entsprechende Hinweise gegeben.

Inzwischen laufen diverse Untersuchungen. Hans-Holger Kluge, Leiter der Kriminalaußenstelle der Kriminalpolizei Leipzig, bestätigte, dass Ermittlungen eingeleitet worden seien. Die Ergebnisse würden zeitnah der Staatsanwaltschaft übergeben, so Ricardo Schulz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig. Auch der Staatsbetrieb Sachsenforst hat sich der Angelegenheit angenommen. Mathias Stahn, zuständiger Referent im Forstbezirk Leipzig, erklärte, man werde den im Raum stehenden Verdacht sachlich überprüfen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.03.2014
Heinrich Lillie

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