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Grimma Grimmaer Floriansjünger verabschieden ihren langjährigen Wehrleiter
Region Grimma Grimmaer Floriansjünger verabschieden ihren langjährigen Wehrleiter
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00:17 03.02.2016
Ein Mann nimmt seinen Hut: Thomas Knoblich legte am Freitagabend seinen letzten Rechenschaftsbericht in seiner Funktion des Grimmaer Wehrleiters ab.  Quelle: Foto: Roger Dietze
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Grimma

Als letzter Tagesordnungspunkt nämlich stand die Verabschiedung von Thomas Knoblich auf dem Programm, der von 1991 an die stellvertretende Wehrleitung innehatte und vor reichlich zehn Jahren an die Spitze der Grimmaer Wehr gerückt war. Zehn Jahre, so führte Knoblich im Rahmen seines Rechenschaftsberichtes aus, in denen es ihm ohne die Unterstützung der Kameraden nicht gelungen wäre, die an ihn und die Wehr gestellten Aufgaben zu erledigen.

Er habe sich bei seinem Amtsantritt 2005 gefühlt wie ein Kapitän eines Schiffes mit Löchern in den Segeln, die es zu flicken galt. „Es war ein umso schwierigeres Unterfangen, als wir es bei voller Fahrt erledigen mussten“, so Knoblich, der auch an „Sturmtiefs“ erinnerte, die die Arbeit erschwert und verlängert und so manchen dazu bewogen hätten, das Schiff zu verlassen. „Jenen aber, die an Bord geblieben sind und die mitgekämpft haben, möchte ich noch einmal Danke sagen, denn bei schönem Wetter kann schließlich jeder segeln“, so der scheidende Grimmaer Chef-Floriansjünger.

Zu dessen Nachfolger war Mitte Dezember Michael Grimm gewählt worden, dem wiederum in den kommenden Jahren Daniel Klemm und Michael Hennig als Stellvertreter zur Seite stehen werden. Ihnen wünschte Knoblich stets unfallfreie Einsätze, eine allseits glückliche Hand bei ihren Entscheidungen sowie die Unterstützung der Kameraden, denn, so Knoblich, „ein Feuerwehrchef kann das Feuer nicht allein löschen“.

Apropos löschen: 60 Mal mussten die Grimmaer Kameraden im vergangenen Jahr ihre Schläuche im Rahmen von Brandeinsätzen zum Einsatz bringen und damit deutlich seltener als noch im Jahr zuvor, was Thomas Knoblich auf die Überführung von Brandstiftern zurückführt. Zu den 60 Brandeinsätzen gesellten sich in 2015 insgesamt 97 Einsätze unter dem Oberbegriff „Technische Hilfeleistung“. Diese beinhalteten unter anderem einen Suizidversuch mittels des Sprunges von einem Dach, die Trockenlegung des OBI-Baumarktes nach dem Platzen einer Leitung der Sprinkleranlage sowie die Rettung eines Bartkauzes und eines Wüstenbussards, die sich in Trebsen im Rahmen einer Flugschau in einem Baum verfangen hatten.

Einsätze, die die quasi permanente theoretische und praktische Ertüchtigung der Kameraden vonnöten machen: Im vergangenen Jahr erbrachten die Grimmaer Floriansjünger im Rahmen von 46 Diensten insgesamt 2860 Ausbildungsstunden.

Von Roger Dietze

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