Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Grimmaer Gymnasiasten machen Theater: Die Ponys spielen die Möwe
Region Grimma Grimmaer Gymnasiasten machen Theater: Die Ponys spielen die Möwe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 13.05.2011
Anzeige

. Die Theatergruppe „Die Ponys" des Gymnasiums St. Augustin bringt Anton Tschechows beliebte Komödie „Die Möwe" auf die Bühne.

Dabei ist das mit dem Begriff Komödie bei dem Stoff so eine Sache. Die Szenerie beherrschen lauter unerfüllte und zerrüttete Gefühle in einem Kreis von Literaten und Theaterleuten, von denen sich am Ende einer erschießt. Und trotzdem, so war es schon zu Lebzeiten Tschechows Wille: „Das Stück muss lustig sein", sagt Theresa Jentsch. Die Zwölftklässlerin führt diesmal die Regie, was ein Novum für die Theatergruppe um den Lehrer Jens Richter ist. Der hielt bisher immer selbst die künstlerischen Fäden in der Hand. Diesmal bleibt er im Hintergrund, kümmert sich um Organisatorisches und spielt in einer kleinen Rolle selbst mit.

Theresa hatte im vorigen Jahr schon beim Schiller-Stück „Die Räuber" mitgespielt, diesmal schlug Jens Richter vor, dass mal jemand anderes Regie führt. Dabei habe er sie angesehen und die Sache war schnell ausgemacht. Für „die Möwe" von Tschechow habe man sich dann in der Gruppe gemeinsam entschieden.

Theresa steht kurz vor dem Abitur, da könnte man meinen, eine Regie sei eine große zusätzliche Belastung. Bei der Frage lächelt sie und sagt: „Es war gar nicht so viel Arbeit, ich muss keinen Text lernen." Außerdem sei es schön, eine Idee zu entwickeln, „sich immer wieder etwas auszudenken".

Tschechows Handlung, die im Original auf einem Landsitz im zaristischen Russland angesiedelt ist, verlegen die Schüler nach „irgendwo im Nirgendwo", wie Theresa sagt. Dem Inhalt gewinnen sie Aktuelles ab: Die nicht stattfindende Kommunikation im Zeitalter sozialer Netzwerke im Internet. „Da wird mal schnell auf Facebook eine Nachricht gepostet und man ist mit jeder Menge Leuten befreundet, die man nicht kennt", sagt die Regisseurin und fügt nachdenklich hinzu: „Daran kann man zerbrechen." Dann nennt sie die Szene, die jetzt geprobt werden soll, sucht die Darsteller zusammen und schickt ein paar andere zum Proben einer anderen Stelle nach draußen in den sonnigen Innenhof.

Jeder aus der zwölfköpfigen Theatergruppe kommt in dem Stück zum Einsatz. Dafür taten sie sogar einen Kunstgriff: Hauptperson Nina wird von zwei Mädchen gespielt, damit wollen sie deren zwiespältige Persönlichkeit besser darstellen.

Als Spielort haben sich „die Ponys" diesmal die alte Brauerei auf Schloss Döben ausgesucht, einen überschaubaren Saal mit passender Atmosphäre und Akustik. Die Premiere am 19. Mai und die Vorstellung am 20. Mai sind schon ausverkauft, für den 21. Mai 19.30 Uhr gibt es noch Karten, erhältlich nur im Internet über www.up-to-literatur.de. Eine weitere Aufführung ist am 18. Juni zur Museumsnacht im Garten des Göschenhauses vorgesehen.

André Neumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Grimma/Dürrweitzschen. „Das wird ein Riesenpaukenschlag", verspricht Wolfgang Scheefe, Prokurist und Marketingchef der Obstland AG, mit Blick auf das Blütenfestwochenende.

12.05.2011

Cannewitz/Connewitz.

Klein-Peter wuchs in Zwickau auf. Schon frühzeitig war er mit seiner legendären ersten Kamera „Pouva Start" unterwegs, fotografierte die Friedensfahrer an der Steilen Wand von Meerane oder knipste einfach nur seine Freunde.

12.05.2011

Grimma. Barrierefrei die Stadt erkunden. Das haben sich die Grimmaer Gästeführer im Moment besonders auf die Fahnen geschrieben und jetzt zu Test-Führungen eingeladen.

10.05.2011
Anzeige