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Grimma Grimmaer Gymnasiasten singen und spielen für „Jugend gegen Aids“
Region Grimma Grimmaer Gymnasiasten singen und spielen für „Jugend gegen Aids“
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14:43 04.12.2016
Im Rausch der Musik: Vincent Voigt will als einer der jungen Künstler mit dem Auftritt eine Botschaft senden: „Gib Aids keine Chance“. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma

„Sexy Hoo-ha“ und „Tu was Du willst, aber tu es mit Liebe, Respekt und Kondom“. Mit solchen und weiteren ähnlich gelagerten Sprüchen auf Plakaten, Prospekten sowie Aufklebern sind jetzt die Besucher eines Benefizkonzertes empfangen worden, das Schüler und Ehemalige des Grimmaer Gymnasiums St. Augustin organisiert und initiiert hatten. Der Eintritt war frei, doch am Eingang standen Spendenboxen, deren Inhalt an die Organisation „Jugend gegen Aids“ geht.

Die hat sich erst 2009 gegründet und ist seither auf der Suche nach Partnerschulen für das Projekt, erzählte Vanessa Stephan von der Organisation. In Grimma waren die Akteure bereits im letzten Jahr gegenseitig aufeinander aufmerksam geworden, war von Mirko Zeder, einem der Chefstrategen, zu erfahren. Und auch, dass dieses Konzert bewusst auf den Welt-Aids-Tag gelegt worden war. Die Veranstaltung wiederum lebte von der Spontanität jener Schüler in der Bildungseinrichtung, die, wie Zeder sagte, ihr musikalisches Talent unter Beweis stellen wollen.

Aber das ist nur ein positiver Nebeneffekt, wie es negative Folgeerscheinungen gibt, wenn das Thema Aids in seiner Bedeutung unterschätzt wird. „Gerade bei Jugendlichen geht das schnell mal unter. Sie vergessen, dass es sexuell übertragbare Krankheiten gibt, und sie verkennen auch das Ausmaß“, sagte Vanessa Stephan. Das bei dieser Aktion durch Spenden akquirierte Geld werde für die Finanzierung von Workshops vor allem in Schulen verwendet.

Weniger das Konzert, wohl aber mehr das Engagement der Jugendlichen hätten mehr Achtung und Wertschätzung mittels dichterer Besucherreihen verdient gehabt. Weshalb sich Sarah Lohse als Schülersprecherin zur Eröffnung einen derben Seitenhieb nicht verkneifen konnte: „Unser Direktor lässt sich entschuldigen, und erstaunlicherweise fehlt auch die gesamte Schulleitung.“ Fairerweise sei ebenso erwähnt, dass sich ebenso die Schar der Eltern in recht überschaubaren Grenzen hielt.

Doch davon unbeirrt, griff Clemens Martin als erster Künstler am Klavier in die Tasten. Dass er dabei nicht jeden Ton richtig traf, war vermutlich seinem Lampenfieber geschuldet, quittierte Mirko Zeder als Moderator mit einem Spruch, mit dem er erst weit nach dem Satzpunkt den Lacher auf seiner Seite hatte. „Clemens, mach’ dir nichts draus, im ersten Akt klappt es eben nicht immer auf Anhieb.“

Von Frank Schmidt

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