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Grimma Grimmaer Gymnasium soll erweitert werden: Streit um Schulhof
Region Grimma Grimmaer Gymnasium soll erweitert werden: Streit um Schulhof
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15:42 10.10.2011
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. Das ruinöse Gebäude an der Mulde direkt neben der einstigen Etuisfabrik soll Teil des Gymnasiums St. Augustin werden. Die Gebäude dazwischen, das ehemalige Heizhaus des Gymnasiums und ein Wohnhaus, sind für den Abriss vorgesehen, der Platz zwischen beiden Schulgebäuden soll an der Straße Parkplatz, zur Mulde hin Schulhof werden.

An diesem Schulhof entzündete sich auf der jüngsten Stadtratssitzung eine hitzige Debatte, die vom ehemaligen Schulleiter, dem SPD-Stadtrat Klaus-Dieter Tschiche ausging. Beschlossen wurde eine zweite Ergänzung zum bestehenden Baubeschluss für die Sanierung. Nach einer Prüfung des Vorhabens durch das Landesamt für Steuern und Finanzen musste die Kostenberechnung überarbeitet werden, außerdem gehörte ein Plan für die Außenanlagen zum Beschluss.

Aus dem geht die neue Schulhofsituation hervor. Der befindet sich außerhalb der Hochwasserschutzmauer und soll vom Alten Seminar und vom jetzigen Hauptgebäude des St. Augustin zu erreichen sein. Zur Mulde hin zeigen die Pläne als Begrenzung eine etwa einen Meter hohe Ziegelmauer, dahinter soll sich später einmal die öffentlich begehbare Uferpromenade befinden. Die Pläne, hieß es in der den Abgeordneten vorliegenden Beschlussvorlage, seien mit der Schulleitung abgestimmt.

Eine Aussage, die Tschiche als unwahr bezeichnete. „Auf diese Weise gehen dem Schulhof drei bis vier Meter verloren, das könnte der Schulleiter nicht zulassen." Wenn Wolf-Dieter Goecke dem Plan zugestimmt habe, „dann spricht er mit zwei Zungen", griff Tschiche seinen Nachfolger an. Denn der habe an anderer Stelle gesagt, er werde einer Verkleinerung des Schulhofes nicht zustimmen. Zudem sei laut Tschiche die nur einen Meter hohe Mauer ein zu geringer Schutz für den Schulhof. „Wenn das Gelände davor öffentlich genutzt wird, ist dort der Teufel los", mutmaßte der SPD-Abgeordnete.

Klaus-Dieter Tschiche hatte sich schon als Schulleiter immer wieder kritisch dazu geäußert, dass ein öffentlicher Weg über das Gelände des St. Augustin führt. Er forderte, dass Wolf-Dieter Goecke sich im Stadtrat zu dem Thema äußert. Hubertus von Below (CDU) stieg in Tschiches Kritik am Schulleiter ein und meinte zu dessen früheren Auftritt im Stadtrat: „Seine Vision von der Schule hat nicht überzeugt". Nach von Belows Ansicht müsste das Nutzungskonzept für das Alte Seminar nicht nur mit der Schulleitung, sondern auch mit der Lehrerschaft besprochen werden. Dazu sagte Hochbauamtsleiterin Ute Hoppe, das Konzept sei mit dem Schulleiter im Detail abgestimmt. „Wie er das im Haus kommuniziert, kann ich nicht einschätzen."

Ob und wann die Stadt das Alte Seminar sanieren lassen kann, ist noch offen. „Wir sind noch lange nicht am Ziel", sagte Oberbürgermeister Matthias Berger, aber es gebe „positive Signale aus Dresden". Die Wichtigkeit des Vorhabens rechtfertige die Mühe.

André Neumann

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