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Grimmaer Hochwasserschutzmauer wird frühestens 2018 fertig

In der Warteschleife Grimmaer Hochwasserschutzmauer wird frühestens 2018 fertig

Die Grimmaer Bürger warten sehnsüchtig auf die Fertigstellung der Hochwasserschutzmauer in Grimma. Erst 2002 und 2013 ereilte die Altstadt ein Hochwasser, dass großen Schaden an den Gebäuden und Straßen anrichtete. Der Projektleiter im Betriebsteil Mulde bei der Landestalsperrenverwaltung Sachsen, Thomas Zechendorf, gab nun bekannt, dass die Hochwasserschutzmauer für Grimmas Altstadt frühestens im Jahr 2018 fertig ist.

Fertig ist die Schutzmauer vorm Firmengelände vom Metallbau Bennewitz an der neuen Muldebrücke. Dennoch wird das komplette Schutzsystem um die Altstadt erst 2018 fertiggestellt sein.
 

Quelle: Thomas Kube

Grimma. Das Bollwerk für Grimma wächst, wenn es auch vielen zu langsam geht, da jeder Tag zählt, wenn eine neue Flut Grimma ereilen sollte. Ende 2015 wurde die unterirdische Bohrpfahlwand fertiggestellt. „Insgesamt entstand eine etwa zwei Kilometer lange überschnittene Bohrpfahlwand“, erklärte der Projektleiter im Betriebsteil Mulde bei der Landestalsperrenverwaltung Sachsen, Thomas Zechendorf. Sie wurde als unterirdische Abdichtung für im Hochwasserfall einströmendes Muldenwasser gebaut. Grimma stehe auf einem schwierigen Untergrund und hat eine Tallage. Die Länge der einzelnen Bohrpfähle ist im Schnitt etwa zehn bis zwölf Meter und bindet in den Felsen ein.

„Trotz der großen Nähe der Trasse zu teilweise historischen Gebäuden wie der Stadtmauer, dem Schloss und dem Polizeigebäude sind während der Arbeiten keine nennenswerten Schäden aufgetreten“, bemerkte Thomas Zechendorf. Die bereits 2013 fertiggestellte Grundwasserkommunikation soll nun im Normalfall die Ableitung des im Altstadtgebiet anfallenden Grundwassers zur Mulde übernehmen. Die Grundwasserkommunikation besteht aus acht Brunnen. Wie bei einem Fächer ausgebreitet, wurden für jeden Brunnen vier bis sechs Stränge von bis zu 40 Meter Länge unter der Stadt in den Grund getrieben. In ihnen werde das Grundwasser gesammelt und über die Brunnen in die Mulde abgeführt. Denn diese Konstruktion soll gleichzeitig dazu dienen, schädliches Einströmen von Wasser über den Untergrund ins Stadtgebiet zu vermeiden. „Damit ist nun ein wesentlicher Teil der Hochwasserschutz-Anlage für die Stadt Grimma fertiggestellt“, erklärte Zechendorf.

Während die unterirdische Hochwasserschutzwand für das Auge des Betrachters nicht sichtbar ist, können Interessierte deutlich sehen, dass die oberirdische Hochwasserschutzwand, inklusive die Gebäudeertüchtigung der Polizei und des Schlosses zu etwa 65 Prozent fertiggestellt sind. Dabei handelt es sich um eine Länge von 1350 Metern. „Die Gebäudeertüchtigung war kein leichtes Unterfangen, da auf einzelne Mauerdurchlässe wie Fenster, Türen und Tore Rücksicht genommen werden musste“, erklärte Zechendorf. Jeder Durchlass stelle jedoch im Falle eines Hochwassers eine Schwachstelle da und bedurfte deshalb besonderer Beachtung. In diesem Jahr wird der Abschnitt Volkshausplatz mit aufwendig gestalteter und geschwungener Hochwasserschutzwand gebaut. Thomas Zechendorf rechnet damit, dass die Arbeiten bis zum III. Quartal andauern werden.

Direkt im Anschluss soll mit der Errichtung des Schöpfwerkes am Thostgrundbach begonnen werden. Weitere Abschnitte folgen. Dazu gehören der Lückenschluss hinter der alten Roggenmühle/Bootshaus und zwischen dem Gymnasium St. Augustin und der Etuifabrik. Dieser Abschnitt umfasst 300 Meter. „Trotz der Beschleunigungsmaßnahmen seit dem Junihochwasser 2013 ist mit der funktionalen Fertigstellung der Gesamtanlage erst 2018 zu rechnen“, meinte Thomas Zechendorf. Das setze jedoch voraus, dass keine Verzögerungen eintreten. Nach 2018 müssen noch Baustraßen zurückgebaut und Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden. “Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen wird mit dem Grimmaer Projekt noch bis 2019 beschäftigt sein“, erklärte der Projektleiter.

www.hochwasserschutz-grimma.de

Von Cornelia Braun

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