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Grimma Grimmaer Husaren rücken Stühle im neuen Domizil
Region Grimma Grimmaer Husaren rücken Stühle im neuen Domizil
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11:46 16.03.2016
Die Husaren mal in Zivil: So wird mit Tisch und Stühlen das neue Vereinszimmer im historischen Rathaus Grimma eingerichtet. Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Grimma

Bei den blau Uniformierten des Grimmaer Königlich-Sächsischen 2ten Husarenregiments N° 19 fand dieser Tage ein großes Stühlerücken statt. Die Mitglieder des Traditionsvereins haben die Bestuhlung in ihrem neuen Vereinszimmer vorgenommen. Dieser Raum im ersten Stock des historischen Rathauses wurde ihnen von der Stadt Grimma zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um das altehrwürdige Ratsherrenzimmer in der Nordost-Ecke des Gebäudes.

Was für den Vereinsstammtisch noch fehlte, waren eben ein möglichst großer Tisch sowie ausreichend, vor allem einheitliche Stühle. Beides wurde mit Hilfe gefunden. Uwe Bielefeld vom Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege im Rittergut Trebsen hat uns dabei geholfen, all das zu besorgen – bei dieser Gelegenheit nochmals herzlichen Dank“, würdigte Rittmeister und Vereinschef Jürgen Rolle. Ebenso gehe sein Dank an die Möbeltischlerei Scheffler in Pomßen, die Tische und Stühle – kostenfrei – aufgemöbelt hat.

Momentan fehlen noch Möglichkeiten, um diverse Gegenstände – alte Orden, Schwerter, Original-Kleidungsstücke und alte Münzen – ausstellen und aufbewahren zu können. Insbesondere deshalb, weil das Ratherrenzimmer im Tourenplan der Städteführer verankert ist. „So werden unser Hobby und die Tradition der Husaren zusätzlich ins Bewusstsein der Besucher und Touristen gebracht“, freut es den Rittmeister. „Aber Nägel oder Schrauben in den Wänden, das geht gar nicht. Hier handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Zimmer“, weiß Rolle. Deshalb favorisiert er Glasvitrinen, die aber auch nicht einfach zu bekommen seien. „Wir hoffen hierfür auf weitere Unterstützung von außen“, sagte der Vereinschef.

Zur Tradition des Husarenvereins gehören die internen Vereinsstammtische. „Aber einmal im Quartal laden wir die Öffentlichkeit zum großen Stammtisch ein. Das nächste Mal für Freitag, 18. März, ab 19 Uhr. Mit einem Vortrag von Dr. Arnd-Rüdiger Grimmer aus Berlin wird die Rolle der insgesamt 28 Regimentskommandeure thematisiert. Einer von ihnen ragt durch sein entschlossenes Handeln besonders heraus – Fürst Otto Victor I. von Schönburg-Waldenburg (1785 – 1859). Er habe zwar nur ein halbes Jahr das Grimmaer Regiment befehligt. Aber in dieser Zeit hatten die Husaren mit einem Winterfeldzug 1813/14 schwere Kämpfe gegen die napoleonischen Truppen zu bestehen. Durch seine energische Führung habe der Fürst die sächsischen Fußtruppen vor der Vernichtung bewahrt, weiß der Referent. Er wird zudem das spätere Wirken des Fürsten beleuchten, der sowohl in österreichische und preußische Dienste trat, aber auch Diplomat und Politiker war sowie Gründer von Schulen und Krankenhäusern.

„Durch Fürst Schönberg“, so möchte der Referent in seinem Vortrag hervorheben, „wurde die Entwicklung Sachsens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mitgeprägt. Und seine Leistungen als Kommandeur der Grimmaer Husaren lassen seine spätere Bedeutung erahnen.“

Von Frank Schmidt

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