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Grimma Grimmaer Initiative will Gärten öffnen
Region Grimma Grimmaer Initiative will Gärten öffnen
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05:00 01.04.2011
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Das Hauptaugenmerk liegt auf der Verantwortung für und gegenüber der Natur. „Die Idee ist, dass unsere Aufmerksamkeit gerade in der heutigen Zeit wieder mehr unserem Lebensraum gilt. Wir nehmen uns der Natur gegenüber sehr viel heraus, dabei ist der Mensch im Grunde völlig unwichtig", sinniert Annett Antonia Gräske. Die Welt der Farben ist das Metier der Grimmaer Inhaberin eines Ateliers für Kunst und Mode. Zusammen mit sechs weiteren Mitstreiterinnen ergreift sie Initiative für eine offene Gartenpforte, mit der das Muldental am 28. Mai erstmals gezielt aus seiner grünen Perspektive vorgestellt werden soll.

Dieses Konzept stammt ursprünglich aus England. Hier standen Naturliebhabern 1927 die ersten privaten Gartenanlagen offen. In Deutschland wurde Gräske auf eine analoge Initiative in Dresden über ein Flugblatt aufmerksam. Ein Besuch vor Ort im Sommer 2010 lieferte den Impuls die Idee der offenen Gartenpforte auch zu Hause ins Leben zu rufen, zumal die Resonanz in der Landeshauptstadt „sehr gut" war, wie die Grimmaerin weiß. Im Muldental fehlt die Erfahrung noch, „aber ich denke, es wird gut angenommen." Grün ist die Hoffnung.

Etwa sechs Garteninhaber sind es bis jetzt, die ihre Teilnahme an der Aktion angekündigt haben, darunter auch der Landschaftspflegeverband Muldenland. Am Tag der Gartenpforte will der Verein die Grünanlage hinter dem Grimmaer Stadthaus am Nicolaiplatz begehbar machen. Daneben werden die Besucher wohl einen Wiesengarten, ein Hanggrundstück, einen Hortensien- und Kräutergarten sowie eine Zen-Anlage zu Gesicht bekommen. Um welche Grundstücke es sich konkret handelt, wollen die Initiatoren Anfang Mai über eine Internetseite und Flyer bekannt geben, die dann in Garten- und Landschaftsbaubetrieben ausliegen.

In der Zwischenzeit wird an der Finanzierung des Projekts gearbeitet, werden mögliche Sponsoren angesprochen. Fest steht bisher, dass der Zutritt zu den Gärten nichts kosten soll, allerdings sind auch keine offiziellen Führungen durch die Gärten geplant. Alles soll ganz ungezwungen und ohne Verpflichtung vonstatten gehen, erklärt Mitinitiatorin Gräske: „Es geht nur um die Gärten an sich. Wir wollen diejenigen ansprechen, die sich für Natur und Pflanzen interessieren." Angesprochen dürfen sich auch Gartenbesitzer fühlen, die sich an der Initiative beteiligen möchten. Ansprechpartnerin ist Annett Antonia Gräske unter der Rufnummer 03437/91 55 97.

Felix Kretz

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