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Grimma Grimmaer Kreismuseum zeigt Klöppelausstellung zur Adventszeit
Region Grimma Grimmaer Kreismuseum zeigt Klöppelausstellung zur Adventszeit
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16:01 26.11.2015
Weihnachtsausstellung Klöppeln im Kreismuseum Grimma: Petra Ludwig gehört zu den Frauen, die das Klöppelhandwerk vorstellen.
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Grimma

„Klöppeln gestern und heute“ heißt die diesjährige Weihnachtsausstellung im Kreismuseum Grimma. Sie zeigt einen Ausschnitt aus dem Schaffen des Muldentaler Klöppelvereins „Barbara Uthmann“ und wird am Sonntag um 15 Uhr von der ehemaligen Klöppelkönigin Manuela Fischer aus Annaberg-Buchholz eröffnet. „Manuela Fischer ist eine gestandene Fachfrau, wenn es um das Thema Klöppeln geht. Sie kennt sich nicht nur mit den praktischen Techniken dieser aufwendigen Handarbeit aus, sondern auch in der Geschichte der Klöppelei“, macht Museumsleiterin Marita Pesenecker neugierig. „Ein Film über die Förderin des Bortenwirkens und des Spitzenklöppelns, Barbara Uthmann, führt ins Thema ein.“

Der Klöppelverein „Barbara Uthmann“ aus dem Muldental fühlt sich dem Erbe seiner Namensgeberin verpflichtet. Er feiert im kommenden Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. „1996 wurde er von einer kleinen Gruppe von Frauen aus der Region um Grimma gegründet. Initiatorin war die aus Elterlein stammende Hobbyklöpplerin Petra Ludwig“, erzählt Pesenecker. „Als kleines Kind hatte ihre Mutter sie mit dem Klöppeln vertraut gemacht. Als Petra Ludwig 1972 ihren neuen Lebensmittelpunkt ins Muldental verlegte, fing sie wieder an zu klöppeln und begeisterte auch ihre Arbeitskolleginnen in der Poliklinik Grimma für dieses kreative Handwerk.“ Schon bald gründete sich hier eine kleine Interessengruppe, die sich regelmäßig zum gemeinsamen Klöppeln traf. Durch Schauklöppeln und Ausstellungen gesellten sich weitere Frauen aus dem Muldental hinzu.

Zielstrebig versuchten sich die Mitglieder weitere Kenntnisse in verschiedenen Klöppelkursen anzueignen. „Sie veranstalteten selbst Klöppelvorführungen und Ausstellungen – besonders in der Oster- und Weihnachtszeit“, weiß die Museumsleiterin. Bis heute nehmen sie regelmäßig an den jährlich stattfindenden Klöppeltagen in Annaberg-Buchholz teil, vor allem um sich Anregungen zu holen, aber auch um sich der Klöppelfaszination hinzugeben. Kontakte zu verschiedenen Klöppelgruppen in ganz Deutschland bereichern die Arbeit des Vereins seit vielen Jahren. Diese Verbindungen ermöglichen den Austausch nicht nur von Erfahrungen, sondern auch von Klöppelvorlagen und neuen Mustern aus anderen Ländern. So vergrößerte der Verein das Repertoire seiner Techniken im Laufe der Jahre. „Außerdem wurde die Palette des verwendeten Materials reichhaltiger“, blickt Pesenecker auch auf die aktuelle Ausstellung in ihrem Haus. „Heute arbeiten die 14 Frauen nicht nur mit Leinenfäden, sondern auch mit Rosshaar, Seide, Wolle, Edelstahldraht, Silber- und Goldfäden sowie anderen Stoffen. In der Ausstellung präsentieren sie neben der Spitzenverarbeitung auch moderne Raumdekoration, Schmuckstücke und Bekleidungszubehör.“

Die Präsentation ist ein Gemeinschaftsprojekt des Muldentaler Klöppelvereins , des Erzhammers in Annaberg-Buchholz und des Kreismuseums. Sie ist bis zum 14. Februar 2016 im Kreismuseum von Dienstag bis Freitag und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr zu sehen.

Am zweiten Advent laden Christine und Guntram Heinrich um 15 Uhr zu einem musikalisch-heiteren Programm „Klöppelsack und Hutzenohmd“ ins Kreismuseum Grimma ein. Um telefonische Vorreservierung unter 03437/911132 wird gebeten.

Von Ines Alekowa

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