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Grimma Grimmaer Kreismuseum zeigt Weihnachtsausstellung
Region Grimma Grimmaer Kreismuseum zeigt Weihnachtsausstellung
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09:00 30.11.2018
Am 1. Advent eröffnet das Kreismuseum Grimma um 15 Uhr seine neue Ausstellung unter dem Titel „Weihnachten im Erzgebirge“. Mitarbeiterin Sybille Kerntke räumt hier die Schauvitrinen im Ausstellungsraum ein. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Unter dem Titel „Weihnachten im Erzgebirge“ steht die neue Sonderausstellung des Kreismuseums Grimma, die am Sonntag, 15 Uhr eröffnet wird. Für den musikalischen Part sorgt dabei Heidi Steger mit ihrem Akkordeon.

Den Großteil der Ausstellungsstücke stellt der Nachfahre des 1866 gegründeten Seiffener Spielwarenverlages Max Hetze zur Verfügung: Dr. Albrecht Kirsche. Nach Angaben von Museumsleiterin Marita Pesenecker beschäftigt sich Kirsche seit Jahren mit der erzgebirgischen Spielzeug- und Volkskunsttradition im sächsischen und böhmischen Erzgebirge. Gleichzeitig sei er passionierter Sammler historischer Spielzeuge und bereichere regelmäßig Ausstellungen mit wertvollen Leihgaben.

Anfänge der Sammlung gehen auf Kirsches Vater zurück

Die Anfänge der Sammlung gehen vor allem auf Kirsches Vater und Großvater zurück. Ihnen war bewusst, dass mit dem Tod des Herstellers auch das Produkt ausstirbt. „Eingedenk dieser Tatsache haben beide über Jahrzehnte eine Mustersammlung von den verschiedenen Spielwarenproduzenten angelegt“, so Pensecker. Albrecht Kirsche führt am ersten Advent in Grimma persönlich durch seine Sammlung. Das Museum befindet sich in der Paul-Gerhardt-Straße 43.

Mitarbeiterin Sybille Kerntke war am Donnerstag noch eifrig beim Einräumen der Schauvitrinen im Ausstellungsraum im Erdgeschoss. Quelle: Thomas Kube

Räuchermänner, Engel und Bergmänner, Schwibbögen, Pyramiden, Bergparaden und Krippen: Im Laufe der Jahrhunderte ist aus einer Feierabendbeschäftigung der Bergleute die bekannte Holzkunst aus dem Erzgebirge geworden.

Geschichte der Holzspielzeug-Herstellung im Erzgebirge

Die Geschichte der Holzspielzeug-Herstellung im Erzgebirge ist dabei eng verknüpft mit den regionalen Rahmenbedingungen. Das Erzgebirge war viele Jahrhunderte eine Landschaft, die die einheimische Bevölkerung nur schwer ernähren konnte. Lange und harte Winter schränkten die Landwirtschaft ein, zudem war die Region vom Verkehr her schlecht erschlossen.

Mit dem einsetzenden Erzbergbau bildete sich ein neuer Wirtschaftszweig, der aber aufgrund der harten Arbeit und der hohen Gefahr nur die jungen und kräftigen Männer mit Arbeit versorgen konnte. Im 17. Jahrhundert, besonders nach dem Dreißigjährigen Krieg, kam er weitgehend zum Erliegen. Der Holzreichtum der Region und die handwerkliche Geschicklichkeit der Einwohner ließen dann aus dieser Not heraus die Holzspielzeugfertigung als wichtige Nebenerwerbsquelle entstehen.

Spielzeugdorf Seiffen als Deutsches Weihnachtsland bekannt

Die Fertigung konzentriert sich heute noch im Spielzeugdorf Seiffen und seiner Umgebung, inmitten des als „Deutsches Weihnachtsland“ benannten Erzgebirges. Bei den Produkten hat sich eine große Vielfalt entwickelt; die Erzeugnisse sind unter dem Begriff der Erzgebirgischen Volkskunst bekannt. Die Motive weisen im Kern einen engen Bezug zum Bergbau und der bergmännischen Arbeits- und Lebenswelt auf.

Übrigens: Am 20. Januar bietet das Kreismuseum in Grimma für alle Freunde der erzgebirgischen Musik und Mundart einen Hutzennachmittag mit „Do Original Rascher vom Knochen“ an. Und am 10. Februar ist Albrecht Kirsche erneut zu Gast und hält einen Vortrag über „Spielzeug aus dem Erzgebirge“.lvz

Von LVZ

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