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Grimmaer Kurrende singt Gospel für die Seele

Grimmaer Kurrende singt Gospel für die Seele

Mit Musik, die Schwung in die Seele bringt, feierte die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Grimma einen etwas anderen Gottesdienst. Gospelklänge drangen in die Ohren der Gemeindemitglieder, die sich im Kirchgemeindehaus versammelt hatten.

Grimma.   „Eigentlich ist es ein ganz normaler Predigtgottesdienst, der durch unsere Kurrende nur anders gestaltet wird“, machte schon am Eingang Gottfried Morsch auf die Besonderheit aufmerksam. Der Küster der Gemeinde verteilte ein Liederprogramm im A4-Format. Auch das unterschied sich von den sonst gewohnten Gesangsbüchern: Texte lasen sich zweisprachig – sowohl in Englisch als auch in Deutsch. Und mit „Call and response – Ruf und Antwort“ waren die Zeilen überschrieben. „Der Chor ruft und die Gemeinde antwortet. Das ist die Botschaft eines Gospelgottesdienstes, wie er in seinem Ursprungsland Amerika seit eh und je gefeiert wird“, sagte Tobias Nicolaus.

Der Kantor der Kirchgemeinde leitet die Kurrendekinder und weiß, dass sie zwar die Anerkennung der Gemeinde finden, aber keinen Applaus erwarten dürfen, wie es ihn für kommerzielle Gospelchöre gibt. Schließlich sangen sie vor der Kirchgemeinde während eines „ganz normalen Predigtgottesdienstes“ und nicht vor einem Publikum im klassischen Konzertsaal.

„Gospelmusik gehört ja auch in die Kirche und nicht in den Konzertsaal“, stellte auch Pfarrer Christian Behr klar. Freilich respektiere er den zumeist kommerziell vorgetragenen Gospelgesang, wie er immer öfter in großen Konzertsälen und Gotteshäusern zu hören ist und wie er auch schon in der Grimmaer Kirche eine Bühne fand. „Wer aber dorthin geht, möchte diese schönen geistlichen Lieder hören, ohne gleich einen Gottesdienst besuchen zu müssen.“

In Grimma trat kein großer oder gar weltberühmter Gospelchor auf, ein kommerzieller gleich gar nicht. Es waren die Kurrendekinder der Kirchgemeinde, die sich mit sichtlicher Hingabe dieser spirituellen Musik verschrieben haben. Aus ganz verschiedenen Gründen, wie zwischen Probe und Auftritt zu erfahren war. Stellen die meisten die Freude daran in den Vordergrund, werde noch ganz nebenbei auch die englische Sprache geschult. Dennoch, so junge Menschen könnten doch ebenso auch Schlager oder Popmusik in englischer Sprache interpretieren. Damit ist der zehnjährigen Theresa Polster nur ein Schmunzeln zu entlocken. Soll heißen, das machen wir junge Menschen doch auch. Beispielsweise in einem Schülermusical, in dem sie mitwirkte. „Dort hat mich der Kantor sozusagen entdeckt und für den Gospelgesang gewinnen und begeistern können.“

Eine Botschafterfunktion sieht die ebenfalls zehnjährige Chantal Elfert in der Gospelmusik. „Sie eignet sich gut, um bestimmte Themen zu transportieren oder Hilfsprojekte zu unterstützen.“ Dieses Mal unterstützte sie den Kurrendechor mit ihrer Stimme und trug dazu bei, dass es für die ganze Gemeinde doch etwas mehr wurde, als nur ein „ganz normaler Predigtgottesdienst“.

Frank Schmidt

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