Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Grimmaer Leitstelle wird erst 2017 an neues Mutterschiff in Leipzig angedockt
Region Grimma Grimmaer Leitstelle wird erst 2017 an neues Mutterschiff in Leipzig angedockt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 01.10.2016
Die Grimmaer Disponenten der Rettungsleitstelle müssen auf ihren Umzug nach Leipzig weiter warten. Quelle: Heinrich Lillie
Grimma

Es bleibt eine endlose Geschichte: Schon die Inbetriebnahme der Integrierten Rettungsleitstelle (IRLS) Leipzig hatte sich 2015 wegen Liefer- und Leistungsschwierigkeiten um mehrere Monate verzögert. Nachdem im Januar die Leipziger Leitstelle vom Goerdelerring und die nordsächsischen Kollegen aus Delitzsch im Juni in den Zehn-Millionen-Euro-Bau an der Gerhard-Ellrodt-Straße in Großzschocher einzogen, müssen die Grimmaer Kollegen weiter draußen bleiben. Aus dem Einzugstermin im März, der nach Leipzig (Landkreis) und Chemnitz (Mittelsachsen) aufzusplittenden Notruf-Zentrale wurde nichts. Auch der neu avisierte Termin Anfang November ist nicht mehr zu halten. Grund: Es gibt erneute technische Probleme mit einem Lieferanten, teilte Landrat Henry Graichen zur Kreistagssitzung am Mittwochabend mit. Graichen: „Der Umzug soll jetzt erst im kommenden Jahr stattfinden.“

Die Leitstelle Grimma wird dann ihre Arbeit für den Altkreis Döbeln und den Kreis Leipzig endgültig einstellen. Bis dahin bleibt alles beim Alten. Die Arbeitsverträge der Disponenten seien bis zum Umzug nach Leipzig beziehungsweise Chemnitz verlängert worden, teilte der Landrat weiter mit. Auch die finanziellen und technischen Voraussetzungen für eine Verlängerung der Betriebsdauer in Grimma sei mit dem Rettungszweckverband als Träger vereinbart worden.

Damit die IRLS Leipzig voll funktionsfähig arbeiten kann, mussten die Sicherheitsapparate von Feuerwehr bis Katastrophenschützern im Landkreis Leipzig auf Digitalfunk umgerüstet werden. Diese Voraussetzung ist mittlerweile geschaffen, die Umrüstung abgeschlossen, so Graichen. Rettungsdienstflotte und Feuerwehr funken seit April mit der neuen Technik. Seit diesem Monat laufen die Planungen zum Bau der sogenannten ortsfesten Landfunkstellen (OLF) an ausgewählten Feuerwehrstandorten (Bad Lausick, Böhlitz, Borna, Brandis, Naunhof, Frohburg, Geithain, Grimma, Groitzsch, Markkleeberg, Markranstädt, Regis-Breitingen, Wurzen und Zwenkau), die Mitte 2017 installiert sein sollen.

Hintergrund des Umzugs der Notrufzentralen ist eine Neustrukturierung in ganz Sachsen. Die ehemals 21 Leitstellen werden in fünf modernen Zentren in Chemnitz, Hoyerswerda, Dresden, Zwickau und Leipzig zusammengefasst. Wenn die Integration der kompletten Besatzung geschafft ist, werden aus Großzschocher auch Hochwassereinsätze an der Elbe und an der Mulde gemanagt. Das Einzugsgebiet ist dann 4000 Quadratkilometer groß. In einem normalen Jahr würden bei den dann 71 Mitarbeitern rund 750 000 Anrufe eingehen, aus denen erfahrungsgemäß 250 000 Einsätze von Brand, Havarie- und Notfallspezialisten gesteuert werden. Gerechnet werde mit jährlich 25 000 Feuerwehreinsätzen sowie 225 000 Notfall- und Krankentransporten.

Von Thomas Lieb

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit 2009 wird die Kirche Stück für Stück saniert. Erst wurde das Dach und der Dachstuhl ausgebessert. Derzeit wird das Westschiff saniert.

29.09.2016

Kurz vor der Ernte kam die Polizei einem Hobbygärtner auf die Spur, der im Stadtwald von Grimma illegal Drogen wie beispielsweise Marihuana aufzog. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen illegalen Anbaus von Betäubungsmitteln gegen Unbekannt eingeleitet.

28.09.2016

Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) erhöht die Schlagzahl in punkto Anschluss seiner Stadt an das S-Bahn-Netz. So brachte er ein Schreiben an Landrat Henry Graichen (CDU) auf den Weg. Darin legt er die jahrzehntelangen erfolglosen Bemühungen der Stadt dar.

30.09.2016