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Grimmaer Mediziner proben den Ernstfall: Patient mit tödlichem Virus wird isoliert

Fiktiver Katastrophenalarm Grimmaer Mediziner proben den Ernstfall: Patient mit tödlichem Virus wird isoliert

Es wirkt wie in einem Katastrophenfilm: Die Mediziner der Notfallaufnahme sind in Schutzanzüge gehüllt. Rote Absperrbänder am Eingang zur Notfallaufnahme. In einer Übung proben die Feuerwehr und Krankenhaus den Ernstfall – ein tödliches Virus zu stoppen.

Rettungswagen rollen mit Polizei-Eskorte durch Grimma.

Quelle: Frank Schmidt

Landkreis Leipzig. Es beginnt ganz harmlos: Zwei Personen fahren am Vormittag mit ihrem Wagen am Krankenhaus Grimma vor und stellen sich in der Notaufnahme mit Unwohlsein und Fieber vor. Als die Mediziner eine hochansteckende Infektion diagnostizieren, lösen sie Katastrophenschutz aus. Beide Patienten sowie ein Drittel der Notaufnahme wird daraufhin isoliert. Trotz sofort eingeleiteter Behandlung kommt für einen Patienten jede Hilfe zu spät, er stirbt noch in der Notaufnahme. Der zweite Patient wird mit einem Spezialtransport der Feuerwehr ins St. Georg Krankenhaus nach Leipzig transportiert.

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Mediziner und Helfer des Katastrophenschatz haben in den Muldentalkliniken den Ernstfall geprobt. Nach dem Ebola-Fall der Vergangenheit exerzierten sie die Erstversorgung von todkranken Patienten.

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Dieses Szenario wurde am Donnerstag von der Landesdirektion Sachsen lediglich im Grimmaer Krankenhaus als Übung initiiert und fand im Wesentlichen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Denn sowohl Klinikbetrieb als auch Betreuung der echten Notfallpatienten blieben davon unberührt. Wenn etwas nach außen drang, dann waren es vornehmlich die Sondersignale der Einsatzfahrzeuge, die von der Polizei eskortiert im Konvoi durch die Stadt fuhren. „Nur so konnten wir eine absolut realitätsnahe Situation herstellen, wie sie im Ernstfall so oder so ähnlich eintreten könnte“, rechtfertigte der medizinische Geschäftsführer der Klinik, Uwe Krause, die gewollte Distanz zur Öffentlichkeit. Der promovierte Chefarzt der Anästhesie fügte an, dass es bei der Übung nicht darum gegangen sei, welche Infektionskrankheit zu behandeln war. „Ebola ist ja noch in den Köpfen der Menschen, aber es gibt gut ein Dutzend andere Infektionskrankheiten, die über globale Kontakte ins Land kommen könnten und sensibel behandelt werden müssen“, sagte der Mediziner.

Für eine spätere Analyse war diese Übung von beauftragten Beobachtern aus verschiedenen medizinischen Bereichen dokumentiert worden.

Von Frank Schmidt

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