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Grimma Grimmaer Museum baut Dauerausstellung wieder auf
Region Grimma Grimmaer Museum baut Dauerausstellung wieder auf
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00:30 24.10.2015
Marita Pesenecker klopft aufs Holz der neuen Säule, damit der von Jan Beschacek und Marcel Frühbrot (r.) montierte Ausstellungsraum bald fertig ist. Quelle: Frank Schmidt
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Gut Ding brauche eben seine Zeit, ist aus den Worten zur Situation von Museumsleiterin Marita Pesenecker herauszuhören. Die längste Zeit hat die intensive Trocknung gedauert. Der alte Putz musste entfernt und neuer aufgetragen werden. Außerdem war die Holzdielung hinüber, der Fußboden wurde also komplett ausgetauscht. Zu allem Übel kam noch ein Defekt an einer der Heizungsrohre dazu, so dass ein Wasserschaden entstand, der freilich in Ordnung gebracht werden musste.

Das größte Problem aber sollte eine der zwei Holzsäulen sein, die im Ausstellungsraum praktische Stützfunktionen erfüllen. Mit ihnen hat der Raum so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal. "Für die Sanierungsarbeiten haben wir die Säulen eingepackt, um manuelle Beschädigungen zu vermeiden. Aber nach dem Freilegen offenbarten sich doch Schäden. Eine Säule war besonders am Fuß morsch und vom Pilz befallen. Äußerlich noch gut in Schuss, aber innen, was für den Laien nicht sofort erkennbar, so habe ein Gutachter festgestellt, sei die Säule bis zu einer Höhe von zwei Metern stark beschädigt gewesen, so Pesenecker. Hochwasser als Hauptursache sei unstrittig. Jedoch nicht nur von den Fluten 2002 und 2013. "Das ist nun einmal eine sehr alte Säule, die mit dem Umbau des Gebäudes Mitte des 19. Jahrhunderts eingebaut wurde, dann aber sehr wahrscheinlich im Laufe der Zeit immer wieder mal im Hochwasser stand." Diese Säule musste komplett ersetzt werden.

Zum Glück, so die Museumsleiterin, seien keine Verluste bei den Exponaten zu beklagen gewesen. Dank der Feuerwehr konnten alle Ausstellungsstücke rechtzeitig in die erste Etage transportiert werden. Alles - außer die Ausstellungswände und -podeste. Und genau die werden derzeit neu montiert.

Inhaltlich soll am bewährten Konzept der Ausstellung vorerst nicht gerüttelt werden. Aus gutem Grund: "Wir haben ja erst nach der Flut 2002 die Exposition neu konzipiert. Das hat viel Geld gekostet. Außerdem war sie sehr anspruchsvoll, warum sollte man jetzt wieder etwas neu konzipieren. Das ist ganz einfach auch eine Frage der Kosten", stellt sich Pesenecker demonstrativ hinter das "altbewährte Konzept". Da spiele keine Rolle, dass die nicht näher bezifferten Kosten über eine Versicherung und Spenden sowie Fördermitteln gedeckt sind. "Wir möchten natürlich wieder eine sehr gute Ausstellung haben, aber so kostengünstig wie möglich", sagt Pesenecker. Mit der Neueröffnung wird noch dieses Jahr gerechnet. Einen konkreten Termin gibt es noch nicht.

Frank Schmidt

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