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Grimmaer Museum erhält Kopie eines Jugendbildes von Johanna Henriette Göschen

Von 80 auf 18 Grimmaer Museum erhält Kopie eines Jugendbildes von Johanna Henriette Göschen

Das Göschenmuseum in Grimma-Hohnstädt hält auch in diesem Jahr zahlreiche Überraschungen parat. So soll es ein Jugendbild von Johanna Henriette Göschen geben. Dazu will das Museum Kontakt mit den Nachfahren der Familie Heun aufnehmen.

Göschenhaus-Chef Thorsten Bolte mit dem Jugendbildnis von Johanna Henriette Göschen (1765-1850) – im Hintergrund ein Gemälde, das sie mit 80 zeigt.

Quelle: Thomas Kube

Grimma/Hohnstädt. Eine Kopie des Bildes der jungen Johanna Henriette Göschen (1765 bis 1850) erhielt jetzt Thorsten Bolte von einer Nachfahrin der Familie Heun aus Dresden. „Wir haben uns sehr darüber gefreut und wollen uns das Original in den nächsten Wochen ansehen“, sagt der Leiter des Göschenhauses in Hohnstädt. Denn Johanna Henriette Göschen ist eine geborene Heun. Derzeit befindet sich ein Gemälde der Frau des Verlegers im Kaminzimmer im ehemaligen Sitz der Familie Göschen in Hohnstädt. Dieses soll entstanden sein, als sie 80 Jahre zählte.

Die Heuns stammen aus Torgau.Georg Joachim Göschen hatte sich in die junge Dame als sie 17 oder 18 Jahre alt war, verliebt haben. Mit der Biografie des Verlegers der Goethezeit, der zu seinen Autoren unter anderem Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe und Friedlich Gottlieb Klopstock zählte, will sich Thorsten Bolte auch in diesem Jahr beschäftigen. „Es gibt noch sehr viele Lücken in der Biografie“, weiß er. Doch nicht nur geforscht, wird im ehemaligen Landgut der Familie Göschen. Das in ein Museum verwandelte Gebäude ist für die breite Öffentlichkeit zugänglich und die Mitarbeiter bieten zahlreiche Veranstaltungen an. I

m letzten Jahr konnte das Museum rund 10.000 Besucher begrüßen. Mit zahlreichen Besuchern rechnet der Museumschef auch zum 4. Seume-Tag. Er wird am Freitag, 29. Januar, von 18 bis 20 Uhr im Seume-Haus, Markt 11, stattfinden. „In Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Göschenhauses, dem Seume-Verein Arethusa e.V. Grimma, werden am Geburtstag von Johann Gottfried Seume alle Freunde des Wanderers in seine ehemalige Arbeitsstätte eingeladen. Auch an die Ferienkinder wird in diesem Jahr gedacht, die nicht auf Reisen gehen, sondern zu Hause bleiben. So wird am 10. und 17. Februar auf eine Schatzsuche bei Göschen eingeladen. Osterbräuche können Kinder ab 6 Jahren und ihre Eltern am 30. März erleben. Hier erfahren Interessierte, welche Bewandtnis es mit dem Osterwasser oder dem Osterbrot hat.

Gegenwärtig sind die Museumsmitarbeiter auch dabei, eine neue Ausstellung vorzubereiten. Sie befasst sich dieses Mal mit Shakespeare (1564 bis 1616). Denn in diesem Jahr wird an den 400. Todestag des großen englischen Dichters gedacht.. Werke von Shakespeare übersetzte bekanntlich Christoph Martin Wieland (1733 bis 1813). Und Göschen gab die Werke von Christoph Martin Wieland heraus. Die 1802 erschienene Wielandausgabe umfasste 42 Bände. Anlässlich der Sonderausstellung wird es auch einen Vortrag im Seume-Haus geben. Am 24. Juni hält diesen Thorsten Bolte. Das 15. Museumsfest ist am Pfingstsonntag von 13 bis 17 Uhr im Göschenhaus und im Göschengarten angesagt. Wie immer ist der Einritt frei. „Neu wird in diesem Jahr sein, dass wir in einer offenen Runde neue Objekte aus der Sammlung des Göschenhauses vorstellen wollen“, erklärt Thorsten Bolte. In einer kleinen Reihe jeweils am letzten Donnerstag der Sommermonate Juni, Juli und August wollen die Museumsmitarbeiter in einer gemütlichen Runde bei Kaffee und Kuchen mit Bürgern über Göschen ins Gespräch kommen.

Natürlich steht das Museum auch in den Sommer- und Oktoberferien Kindern ab 6 Jahren offen und wartet mit einigen Veranstaltungen auf. „Wir werden uns auch am Tag des offenen Denkmals am 11. September beteiligen“, wirbt der Museumsleiter. Den Reigen der Veranstaltungen im Jahr 2016 werden eine Sonderausstellung zur Weihnachtszeit und Adventskonzerte beschließen.

Von Cornelia Braun

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