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Grimmaer Reit- und Springturnier mit 670 Startern aus vier Bundesländern

Pferdesport Grimmaer Reit- und Springturnier mit 670 Startern aus vier Bundesländern

Beim Reit- und Springturnier auf den Böhlschen Wiesen in Grimma gingen am Wochenende 670 Reiter aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg an den Start. Als Rahmenprogramm wurden auch Kutschfahrten für die Besucher an. Der gastgebende Reit- und Fahrverein Grimma zählt derzeit 80 Mitglieder.

Beim Reit- und Springturnier auf den Böhlschen Wiesen in Grimma gingen am Wochenende 670 Starter in der Dressurprüfung und im Springreiten an den Start. Das Turnier zog Hunderte Zuschauer in seinen Bann.

Quelle: René Beuckert

Grimma. Das Reit- und Springturnier auf den Böhlschen Wiesen zu Grimma zog am Wochenende wieder Hunderte Besucher in seinen Bann. 670 gemeldete Starter in der Dressurprüfung und im Springreiten boten Pferdesportfreunden eine imposante Schau. Vor allem der Sonntag, an dem noch Kutschfahrten für die Besucher angeboten wurden, war eine willkommen Abwechslung.

„Viele Familien nutzen den Sonntag für einen Ausflug mit ihren Kindern und Enkelkindern. Hier können sie die Pferde einmal aus unmittelbarer Nähe erleben“, sagt der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins, Freimut Zuhl. Das liege sicher auch daran, dass der Grimmaer Verein mit seinen rund 80 Mitgliedern etwa 60 Kindern und Jugendlichen eine Möglichkeit bietet, Pferdesport zu betreiben. Da sei das Interesse der Eltern und Großeltern an dem Reitturnier natürlich groß.

Freimut Zuhl erinnert sich, dass der Pferdesport vor der Wende in Grimma insbesondere durch seine Vielseitigkeitsreiterei bekannt war, die aus Geländeritt, Dressur und Springen bestand. Auf den Böhlschen Wiesen fanden unter anderem Sachsen- und DDR-Meisterschaften statt, bei denen Grimmaer Reiter viele Meistertitel erringen konnten. Heute habe sich das Bild gewandelt. Der Geländeritt sei ohne Weiteres nicht mehr möglich, da die zu bereitenden Flächen auf verschiedene Besitzer aufgeteilt sind, von den eine Genehmigung eingeholt werden müsse. Der bürokratische Aufwand sei zu hoch, so der Vereinsvorsitzende.

Aus diesem Grund gebe es auch keine sogenannte Fuchsjagd mehr. Gerade ländliche Reitvereine veranstalten im Herbst, nach der Turniersaison, gerne eine Fuchsjagd. Hier reitet der „Fuchs“ voraus. Die Rolle des Fuchses übernimmt zum Beispiel der erfolgreiche Jäger des Vorjahres oder der einladende Jagdherr. „Früher fanden hier sogar die legendären Acht-Tage-Ritte statt. Da blieben auch die nicht platzierten Reiter bis zum Ende der Veranstaltung. Heute reisen sie gleich wieder ab. Damals war die Reiterei wie eine große Familie“, blickt Freimut Zuhl etwas wehmütig zurück.

Dennoch richtet der Reit- und Fahrverein Grimma zweimal im Jahr ein Ereignis aus, bei dem der Pferdesport im Mittelpunkt steht. „Der September ist vor allem bei den Nachwuchsreitern beliebt, die zum Kinderreitfest ihr Können unter Beweis stellen können“, berichtet Zuhl.

Die 60 Mädchen und Jungen reiten meist zu ihrem Freizeitvergnügen. Dennoch hat der Verein den Blick für erfolgreiche Nachwuchsreiter, die an Turnieren teilnehmen, nicht verloren. „Mittlerweile haben wir im Reitsport aufgeholt. Unsere aktiven Reiter können auf fünfte und sechste Plätze bei der Landkreismeisterschaft Leipzig Land verweisen. Aber ohne die Unterstützung der Eltern wären solche Erfolge kaum möglich”, bemerkt der Vereinsvorsitzende.

Reiter aus ganz Sachsen nahmen am Wochenende am Reit- und Springturnier an der Mulde teil. Freimut Zuhl registrierte aber auch Pferdesportfreunde aus den angrenzenden Ländern Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie aus Brandenburg. Eine Vertreterin des Grimmaer Vereins ist Victoria Heiland. „Ich reite mehr zu meinem Vergnügen. Im vergangenen Jahr bin ich erstmals an den Start gegangen und jetzt bin ich wieder dabei“, freut sie sich. Es sei nicht nur das Springreiten, was ihr gefällt, auch im Verein fühle sie sich wohl. „Ich möchte die Gemeinschaft nicht mehr missen“, betont die Pferdefreundin.

Von René Beuckert

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