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Grimmaer Ruderverein kämpft mit Hindernissen vor Saisonstart

Muldesteg ist kaputt Grimmaer Ruderverein kämpft mit Hindernissen vor Saisonstart

Der Ruderverein Grimma steht vor der Saisoneröffnung. Zurzeit macht der alte Steg Sorgen, es ist unklar, ob er wieder repariert werden kann. Probleme gibt es auch wegen der Hochwasserschutzmauer. Der Verein soll Fläche abgeben, die er braucht.

Rudercamp in Eilenburg: Traditionell findet in Eilenburg das Rudercamp des Grimmaer Vereins statt.
 

Quelle: privat

Grimma.  Der Grimmaer Ruderverein steht vor der Saisoneröffnung. Ende April steht das Anrudern an. Doch bis dahin wird in der Schwimmhalle oder in der Turnhalle trainiert. Nachdem der Verein 2014 auf den Hainer See ausweichen musste, konnten die Sportler im Vorjahr ihre Boote wieder in der vor ihrer Haustür fließenden Mulde einsetzen. Momentan sieht es wieder so aus, als ob die Ruderfreunde erneut auf ein anderes Gewässer müssen. „Es gibt Probleme mit dem Steg. Wir sind gegenwärtig dabei, ihn zu reparieren, wenn das nicht geht, brauchen wir einen neuen“, erklärt der Schatzmeister Wolfgang Bak (67). Dieses Problem wird ein Thema der Mitgliederversammlung sein, die im März stattfinden soll. Aber auch die Hochwasserschutzmauer in Grimma bewegt die Ruderfreunde. „Die Talsperrenmeisterei will die Mauer entlang der Mulde hinter unserem Vereinsgebäude errichten. Bisher hieß es, dass wir die Fläche zwischen der Mauer und dem Vereingebäude weiter nutzen können. Doch nun haben wir erfahren, dass das künftig nicht möglich sein soll“, sagt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Sepp Hoffmann (27). Gegenwärtig ist der Verein mit der Talsperrenmeisterei und der Stadt Grimma, Eigentümerin des Rudergebäudes, im Gespräch, um hier eine Lösung zu finden. „Diese Fläche nutzen wir im Sommer, um unsere Boote instand zu setzen und unsere Bootstransporthänger zu stationieren“, so der 27-Jährige.

In der Mitgliederversammlung werden die Sportfreunde auch das Vorjahr Revue passieren lassen. „Bekanntlich feierte unserer Verein seinen 20. Geburtstag im Jahr 2015. Unser Präsident Hubertus von Below gehörte zu den Gründungsmitgliedern. Zugleich feierte und würdigte der Ruderverein den 100. Geburtstag seines Ehrenmitglieds Rosemarie Gleisberg, die jetzt in Ulm lebt“, ergänzt Wolfgang Bak. Der Grimmaer Großmühlenkomplex wäre ohne die Familie Gleisberg nicht denkbar. Der Veranstaltungskalender für das Jahr 2016 ist auch bereits reichlich gefüllt, obwohl noch nicht alle Termine feststehen. So begann das Jahr 2016 bereits mit einer Winterwanderung zum Schloss Colditz. „Von unseren 30 Mitgliedern waren 18 Mitglieder mit dabei“, erzählt der Schatzmeister, der es wichtig findet, dass die Ruderfreunde gemeinsam etwas unternehmen und die Umgebung erkunden. Als nächstes wird ein Arbeitseinsatz stattfinden. „Wir nehmen am Subbotnik in Grimma teil“, so Sepp Hoffmann. Ein Höhepunkt im ersten Halbjahres wird das Trainingscamp in Eilenburg. „Dann wird Kochen auf offenem Feuer sowie der Aufenthalt im zentralen Tipi auf dem Programm stehen“, verrät Sepp Hoffmann. Zudem stünden Trainingseinheiten im Einer an. Vier dieser Boote wurden 2015 erworben. „Gegenwärtig haben wir wieder einen Stand erreicht, dass der Trainingsbetrieb ordentlich durchgeführt werden kann“, sagt Wolfgang Bak. „Wir sind jedoch an neuen Mitgliedern interessiert“, so Sepp Hoffmann. Der Ruderverein will vor allem junge Mitglieder gewinnen, aber auch Sportfreunde ab 30 Jahre sind im Verein gern gesehen. „Wir brauchen mehr Mitglieder, die in der Region fest verankert sind, um die Vereinsarbeit zu bewältigen“, erklärt Bak. Junge Leute würden nach der Schule aufgrund der Lehre oder des Studiums häufig in andere Städte ziehen. Deshalb will der Verein auch verstärkt auf Senioren zugehen, um sie für das Wanderrudern zu gewinnen.

Von Cornelia Braun

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