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Grimma Grimmaer Sandstrand wird zur Skipiste
Region Grimma Grimmaer Sandstrand wird zur Skipiste
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05:00 19.01.2010

. Auf der Beachvolleyball-Anlage in Grimma Süd fand der erste Biathlon statt.

„Die Idee ist grandios – Grimma, ein Wintersportort“ rieb sich Andreas Teuschner als Zuschauer vor Freude die Hände. „Grandios schon, nicht aber olympisch“, meinte seine Frau Beate mit skeptischem Blick, weil sie nicht sofort das Reglement deuten konnte. Das sei in der Tat etwas anders, bestätigte Steffen Moos, der als Centermanager dieser Sportanlage die Idee für das sportliche Fremdgehen hatte.

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„Hier spielen Weiten und Zeiten nur eine Nebenrolle.“ Weshalb er auch nicht die Distanz der ersten Runde zu sagen wusste, die teilweise über den Damm der Sportanlage führte. „Das ist nur, um den Puls in Wallung zu bringen, quasi zur Erwärmung, damit das Biathlon-Feeling aufkommt.“ Geschossen wurde aber in der Schießhalle. „Fünf Schuss stehend mit einem ganz normalen Durchlader, auf eine so genannte Luftgewehr-Biathlon-Scheibe aus reichlich drei Meter Entfernung“, erklärte dort Falk Danneberg.

Zurück auf der Volleyballanlage, wurde doch noch der sportliche Ergeiz gekitzelt. Und zwar mit acht Runden in der Anlage, insgesamt etwa 2000 Meter. Den Frauen erließ Steffen Moos eine Runde. Und was ist mit Kindern, wie der neunjährige Max Weber aus Schmorditz? „Ich laufe die volle Distanz wie die Männer auch“, ließ der kleine Mann ganz groß wissen. Was selbst dem Papa Dirk Respekt abnötigte. Allerdings ging Max in seiner Altersklasse als einziger an den Start und hatte damit den Sieg noch vor Rennbeginn sicher. Ähnliche Gewinnchancen könnte sich bei den Frauen Kerstin Schindler mit der Startnummer Zwölf ausrechnen. Doch ihr Kalkül war es, einfach nur Spaß zu haben. Deutlich sportiver gingen die Jungs vom LeBroy-Team in die Loipe. Zumindest beanspruchten Heiko Busch, Lutz Reichert und Gerd Reiche mit ihren Startnummern Eins, Zwei und Drei schon mal das Siegertreppchen.

Einfach nur mitmachen, war das Motto von Mario Gindler, der dafür seine alten Germina-Bretter aus DDR-Zeiten noch einmal strapazierte. Und für Sebastian Berndt war es der Spaß wert, extra aus dem eigentlich hügeligen Hohnbach bei Colditz ins Grimmaer Flachland zu kommen. Ganz gleich, wer letztlich das Rennen machte, zu den Gewinnern gehörten auch die Kinder Stephanie und Basti Schwalbe, Luis-Steffen Schödl sowie Emma-Luise und Theresa Reichert. Sie entdeckten den hohen Wall am Spielplatz der Sportanlage für sich als Rodelhang. „Langlauf ist nichts für mich, ich mache lieber Abfahrt“, sagte Emma-Luise. Das war auch deutlich zu sehen, als sie und die anderen Knirpse auf dem Hosenboden abwärts schlitterten.

Eine Neuauflage in zwei Wochen sei schon fest eingeplant, kündigte Ingolf Hedtke als Mitorganisator an. Dann sogar mit einem Schießstand direkt an der Loipe. „Bis dahin können wir auch die dafür nötigen Sicherheitsauflagen erfüllen, die wir in der Kürze der Zeit für den ersten Biathlon nicht auf die Reihe bekamen.“

Frank Schmidt

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