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Grimma Grimmaer Scheibenhersteller auf Wachstumskurs
Region Grimma Grimmaer Scheibenhersteller auf Wachstumskurs
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05:00 16.02.2010
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Grimma

Jüngster Ausdruck dessen ist die Übernahme eines Scheibenwerkes im thüringischen Sülzfeld bei Meiningen. Das dortige Unternehmen hieß bisher Visio-Glas und befand sich mit mehreren anderen Töchtern einer Unternehmensgruppe in der Insolvenz. „Mit dem Know-how aus Grimma können wir helfen, das Unternehmen dort wieder aufzubauen“, sagt Stephan Witte.

Er ist seit 2009 neuer Gesellschafter und Geschäftsführer in Grimma. Seit kurzem leitet er nun auch das Unternehmen in Thüringen, dass jetzt Flachglas Sülzfeld heißt und wo alle dreißig Mitarbeiter übernommen wurden. Für einen Zeitraum von drei Jahren wurde ein Investitionsprogramm für 2,5 bis drei Millionen Euro aufgelegt.

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Vor allem wegen des gut laufenden Geschäfts in Grimma hatte Witte nach einem zweiten Standort gesucht, auch um Produktionsschwankungen auszugleichen und Spitzen abfangen zu können. So habe man im vergangenen Jahr noch Aufträge an die Konkurrenz abgeben müssen, sagt Witte, weil die Kapazität in Grimma erschöpft war. „Wir sind sehr gut durch das vorige Jahr gekommen“, sagt der Geschäftsführer und spricht von einem stetigen aber vorsichtigen Wachstum.

Die Zahl der Beschäftigten liege derzeit bei 55, in Spitzenzeiten in der Saison kämen noch Leiharbeiter hinzu. Zum Personal gehören regelmäßig auch um die drei Auszubildende. Mit dem Werk in Sülzfeld verknüpft Witte auch die Hoffnung, für das Gesamtunternehmen neue Märkte in Thüringen, Hessen und Bayern erschließen zu können.

Auch im Grimmaer Werk werden demnächst mehrere Millionen Euro investiert. „Wir bestellen jetzt eine zweite Isolierglasanlage“, sagt der Geschäftsführer. Damit erreicht das Werk wieder seine frühere Kapazität, nachdem die ursprünglich vorhandene zweite Anlage vor etlichen Jahren abgebaut worden war.

Das Isolierscheibenwerk produziert seit 1992 am Standort direkt an der A 14 in Grimma. Gefertigt werden Verbundscheiben aus zwei oder drei Gläsern für Fenster oder ganze Glasfassaden. Als der Konzern, zu dem es gehörte, sich vom Standorten trennte, übernahm Gabriele Jetter im Jahr 2000 das Unternehmen, die es vor einem Jahr an den aus Köln stammenden Stephan Witte verkaufte. Der lobt sowohl die Beschäftigten als auch die Behörden, auf die er in Sachsen getroffen ist. „Ich habe hier ein sehr gut ausgebildetes, mutiges, fleißiges und engagiertes Team.“ Auch mit Behörden habe er im Freistaat gute Erfahrungen gemacht. Hier sei man als Unternehmer willkommen, sagt Witte.

André Neumann

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