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Grimma Grimmaer Schüler stellen deutsch-französisches Kochbuch zusammen
Region Grimma Grimmaer Schüler stellen deutsch-französisches Kochbuch zusammen
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17:00 28.04.2016
22 Schüler aus Grimma reisten nach Frankreich. Seit Jahren besteht ein Schüleraustausch zwischen den Schulen. Quelle: Foto:
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Grimma

Nach Potailler sur Saône fuhren 22 Schüler vom Evangelischen Schulzentrum Muldental in Großbardau und der Oberschule Grimma. Seit Jahren besteht ein Schüleraustausch zwischen Grimma und Frankreich. Potailler sur Saône mit ca. 1200 Einwohnern liegt in Burgund, in der Nähe der Hauptstadt Dijon, im Osten Frankreichs. Ein Teil der Schüler kannte seine Familie auf Zeit bereits aus den vergangenen Jahren. Die Wiedersehensfreude war hier groß.

Am nächsten Tag trafen sich die Schüler an der Schule in Pontailler. Hier feilten sie ca. zwei Stunden gemeinsam mit den französischen Schülern an dem Projekt zum Thema „Sächsische und französische Küche“, an welchem die Grimmaer und Franzosen bereits im Dezember, bei dem Besuch der Franzosen in Deutschland, gearbeitet hatten. Die Schüler tauschten Rezepte aus und übersetzten sie jeweils in die andere Sprache, um sie anschließend zu einem „Kochbuch“ zusammenzustellen. Anschließend fuhren die Schüler in das ca. 60 Kilometer entfernte Nuits St. Georges zu einer Besichtigung des „Cassisiums“, eines Museums „rund um die schwarze Johannisbeere“. Hier duften sie eine Auswahl an leckeren Säften, bestehend aus Johannisbeer-, Himbeer-, Kokosnuss- oder Schokoladensirup etc. gemischt mit Wasser verkosten.

Am Nachmittag ging es zum Bowling nach Marsannay. Anschließend waren sie beim Bürgermeister von Pontailler geladen. Von ihm bekamen Laura Rückert und Tom Brakat sogar die Ehrenmedaille der Stadt Pontailler überreicht. In der zweiten Woche besuchten die Grimmaer eine Senffabrik in Beaune. Nach Dijon fuhren die Schüler im Anschluss zum Eislaufen. Interessant war auch der Ausflug zur Schneckenfarm in Vernot. „Uns wurde gezeigt, wie die Schnecken gezüchtet werden “, erzählte Laura Rückert aus der 10b.

Lustig war das Schneckenrennen, bei dem fünf Schnecken gegeneinander „ankriechen“ und Holzstäbe erklimmen mussten. Für mutige Schüler gab es eine „Schneckenkostprobe“ in Form eines Kuchens, in dem die glitschigen Tierchen und verschiedene schmackhafte Kräuter verarbeitet waren. Mehr oder weniger gestärkt besichtigten die Schüler die schöne Altstadt Dijons mit ihren zahlreichen Fachwerkhäusern, engen Straßen und Gässchen. Besonders beeindruckend ist die Kirche „Notre Dame“ mit ihren 54 Wasserspeiern. Den abschließenden Tag der Reise verbrachten die Grimmaer mit Unterricht in der Gastgeberschule, um das dortige Schulsystem kennenzulernen und einen kleinen Eindruck vom Schulalltag zu bekommen. „Während eine Unterrichtsstunde bei uns in Deutschland 45 Minuten dauert, haben die Franzosen 55 Minuten zuzuhören. Dafür bekommen sie eine zweistündige Mittagspause, in welcher es erlaubt ist, nach Hause zu gehen“, sagte Laura Rückert. Unter der Leitung der Sportlehrer wurde Tischtennis und Badminton gespielt.

Die Partien Frankreich - Deutschland gingen jeweils unentschieden aus. Leider gingen „die französischen Tage“ viel zu schnell vorüber. Aber im nächsten Jahr werden wieder einige Grimmaer wieder nach Frankreich fahren. „Herzlichen Dank an die organisierenden Lehrerinnen unserer Schulen Frau Hoidis und Frau Stephan, die mit viel Engagement und Freude uns diese Reise ermöglichten“, meinte Laura Rückert nach der Rückkehr aus Frankreich.

Von cb

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