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Grimma Grimmaer Schüler verlegen Unterricht in die Galerie
Region Grimma Grimmaer Schüler verlegen Unterricht in die Galerie
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05:00 19.12.2009

. Augustin-Gymnasium, die im Rahmen ihres Kunst-Grundkurses in der Galerie am Markt mit dem Serkaer Künstler zusammen trafen, bei diesem schnell einen Stein im Brett.

Denn als Alena bei Holger Vogt nachfragte, warum eines der Bilder in der aktuellen Galerie-Ausstellung den Titel „Vier Quitten“ trage, wo doch

nur drei abgebildet sind, zollte der 66-Jährige der 17-Jährigen höchsten Respekt. „Chapeau, diesen Fehler in der Bildunterschrift entdecken nur die Allerwenigsten.“

Gute Voraussetzung für das von St. Augustin-Kunstlehrerin Mandy Deuil initiierte Vorhaben, ihren Schützlingen vertiefende Informationen über die in den zurück liegenden Wochen im Unterricht behandelten grafischen Techniken quasi aus erster Hand mit auf den Weg in die Weihnachtsferien zu geben. „Wir arbeiten schon viele Jahre sehr eng mit der Galerie zusammen und haben hier auch schon einige Workshops durchgeführt“, sagt die Pädagogin, die diese Zusammenarbeit als Segen für die Stadt bezeichnet. „Für die Schülerinnen und Schüler haben die Begegnungen mit den Künstlern den Vorteil, dass das Vermittelte authentischer rüberkommt und auf diese Weise besser im Gedächtnis haften bleibt“, erklärt Mandy Deuil, die sich als bekennender Fan des Serkaer Künstlers outete. „Ich habe unter anderem eine große Landschaft von ihm zu Hause hängen und bin umso dankbarer, dass sich die Gelegenheit zu einer Zusammenarbeit mit ihm ergab.“

Der auf diese Art Wertgeschätzte versuchte derweil, den Grimmaer Pennälern Einblicke in die verschiedenen, nicht immer leicht verständlichen grafischen Techniken zu geben. Er erläuterte zum einen den groben Unterschied zwischen Hoch- und Tiefdruck und zum zweiten die feineren zwischen einerseits Linol- und Holzschnitt und Kaltnadel, Ätz-Radierung und Aquatinta andererseits. „Wir haben in diesem Semester zwar zum ersten Mal überhaupt die Kaltnadeltechnik praktisch im Unterricht angewandt“, sagt Mandy Deuil. „Aber prinzipiell ist die theoretische Vermittlung von grafischen Verfahren ungleich schwieriger als die von in der Malerei eingesetzten.“

Für Schülerin Steffanie Emmrich erschienen nach einem Rundgang durch die Ausstellung hingegen beide Techniken gleichermaßen kompliziert. „Mir gefallen die Bilder und Grafiken sehr gut, und dies umso mehr, als ich sie ins Verhältnis zu meinen bescheidenen künstlerischen Fähigkeiten setze“, so die 18-jährige Augustinerin.

Roger Dietze

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