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Grimmaer Schwimmmeister geht in Ruhestand

Grimmaer Schwimmmeister geht in Ruhestand

Ab Montag macht die Grimmaer Schwimmhalle Sommerpause. Martin Birnbaum hat hier einigen 1000 Kindern das Schwimmen beigebracht. Jetzt geht der Trainer, Schwimmmeister und langjährige Leiter der Schwimmhalle in den Ruhestand – und will endlich auch wieder Zeit finden, selbst zu schwimmen.

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Martin Brinbaum geht in den Ruhestand.

Quelle: André Neumann

Grimma. Bevor der 60-Jährige endgültig in die Ruhephase seiner Altersteilzeit eintritt, muss er noch eine Woche bei der jährlichen Generalreinigung der Halle mitmachen: Wasser ablassen, Becken putzen, alle Behälter der Wasseraufbereitung reinigen. Wobei er sich diesmal voraussichtlich nicht mehr selbst mit dem Hochdruckreiniger durch eine der Revisionsöffnungen in die Kessel zwängen wird. „Da muss jetzt mein Nachfolger ran", sagt Martin Birnbaum schmunzelnd.

Holger Myland wird der neue Hallenchef, er gehört schon seit Monaten zum Team. Martin Birnbaum war während seines gesamten Berufslebens mit der Schwimmhalle verwachsen. Als die im Oktober 1973 noch während seines Sportlehrer-Studiums eröffnet wurde, beauftragte man ihn mit dem Aufbau einer Schwimmabteilung in der damaligen Betriebssportgemeinschaft Motor Grimma. Die wurde zu einem erfolgreichen Trainingszentrum, dessen beste Talente später für den Leipziger SC DHfK starteten. Gleich eine seiner ersten Sportlerinnen, Ina Priemer, erreichte bei Junioreneuropameisterschaften einen 4. Platz.

 Ab 1990 verbrachte er nicht mehr nur die Trainingsnachmittage am Beckenrand, sondern den ganzen Tag: Die Stadt stellte ihn als Schwimmmeistergehilfen ein. Im April 1995 übernahm er die Leitung der Halle. Seinen Mitarbeitern dankt er ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit. „Wenn mal plötzlich jemand ausfiel, war das immer in zwei, drei Stunden geklärt, damit es hier weitergehen konnte", lobt er. Einen Namen erwähnt er besonders, den von Rolf Riedel, der auch noch in diesem Jahr aufhören wird. Der kümmerte sich vor allem um die Technik und hat mit viel Improvisation dafür gesorgt, „dass die alte Halle überhaupt noch so lange durchhielt", wie Birnbaum sagt.

Denn Grimma hatte sich zwar schon 2001 erstmals zur Sanierung entschieden, realisiert wurde das Vorhaben aber erst zwischen April 2007 und Oktober 2008. Auch Martin Birnbaum war in dieser Zeit vorübergehend arbeitslos. Über die neue Halle ist er bis heute glücklich: „So, wie sie geworden ist, ist das okay. Wir sind die Alternative zu den Spaßbädern. Die Leute, die zu uns kommen, wollen schwimmen." Gäste kommen aus der gesamten Region, sogar aus Leipzig. An den Vormittagen füllen täglich Schulklassen aus dem gesamten Muldental die Halle.

Dann ist in der Regel auch Antje Carl in der Halle, die Leiterin des Schulschwimmzentrums. Sie dankt Birnbaum im Namen der Schwimmlehrer für gute Zusammenarbeit und sagt: „Er wird mir fehlen." Beim Thema Schwimmen wird der Herr über die Becken fast ein wenig verlegen: „Viel zu selten schwimme ich selbst." Im letzten Urlaub sei seine sechsjährige Enkelin schon schneller geschwommen als er. Das soll sich jetzt ändern. „Ich habe mir fest vorgenommen, mehr zu schwimmen", auch in seiner Halle, in die er als Trainer des SV 1919 Grimma ohnehin weiterhin regelmäßig kommen wird. „Im Verein mache ich weiter, so lange es den Sportlern und mir Spaß bereitet."

André Neumann

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