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Grimmaer Verein holt mit Ralf Keller Podestplatz

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Beim gestrigen Radrennen "Rund um das Muldental" wurde die magische Zahl von 600 Teilnehmern geknackt. Möglich machte es die "kleine Friedensfahrt" am Mittag der Grundschüler, an der spontan 24 Kinder teilnahmen.

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Über 600 Radsportler gingen gestern Nachmittag beim Hauptrennen unterhalb der Hohnstädter Kirche an den Start. Fotos (5): Robin Seidler

Quelle: Robin Seidler

Grimma. Sie mussten zwei 400-Meter-Runden im Start-Ziel-Bereich in Hohnstädt bewältigen. Insgesamt saßen gestern auf den Strecken zwischen Grimma, Trebsen, Wednig und Bahren 607 Radsportler im Sattel.

"Das ist natürlich eine Zahl, mit der wir inzwischen im oberen Drittel unserer Kapazitäten angekommen sind. Bei einzelnen Rennen ist es noch möglich, dass noch mehr Sportler teilnehmen. Aber viel geht nach oben nicht mehr", schätzte der Vereinsvorsitzende der organisierenden RSG Muldental Grimma, Mario Langer, ein. Besonders über den Zuspruch bei den Rennen in den Vormittagsstunden war er positiv überrascht. "Bei drei Wettkämpfen hatten wir jeweils über 100 Starter. Wenn die Kinder dann mit ihren Eltern kommen, dann ist hier richtig was los."

Davon profitierten vor allem auch die Sportler des Hohnstädter SV, die im Start- und Zielbereich für die Verköstigungen sorgten. Die Mitglieder der verschiedenen Abteilungen reichten Getränke, Roster sowie Kaffee und Kuchen. "Bei uns haben manche Frauen sogar zwei Kuchen gebacken. Und heute haben wir schon gemerkt, dass die Radsportler auf Süßes stehen. Viele von ihnen waren da und haben sich einen Kuchen zur Stärkung mit zum Start genommen", freute sich Sieglinde Klömich, die der Gymnastik-Gruppe des Hohnstädter Sportvereins angehört.

Für die Anwohner im Streckenbereich war der gestrige Sonntag mit dem Radrennen auch eine willkommene Abwechslung. Manche von ihnen luden für die Veranstaltung sogar die Verwandtschaft ein, um gemeinsam die Radsportler anzufeuern. Viele Eigentümer klatschten am Gartenzaun Beifall und jubelten den Pedalrittern zu - vor allem am Gänseberg, der beim Hauptrennen gleich achtmal bezwungen werden musste. Laut Organisator Mario Langer haben die kurzzeitigen Öffnungen der Straßen während der Rennpausen ebenfalls reibungslos funktioniert. Lediglich die Bundesstraße 107 zwischen der Autobahn-Anschlussstelle Grimma und Trebsen blieb für die Dauer des gesamten Radrennens gesperrt. Die Umleitungen über Seelingstädt waren dafür weitläufig ausgeschildert.

Die freie Strecke auf der Bundesstraße nutzte Thomas Nolde glatt für sich aus. Auf dem Rennrad und mit dem Fotoapparat radelte er die Punkte der Strecke ab und unterstützte so seinen Sohn Tobias beim U19-Juniorenrennen. "Er ist vor einem Jahr auf das Sportinternat nach Chemnitz gewechselt und startet seitdem für den RSC Sachsenblitz Burgstädt." Der Wechsel kam zustande, nachdem sich sein Sohn gegen den Fußball und für den Radsport entschied. Somit zog er aus der Nähe von Uelzen in Niedersachsen ins Erzgebirgsvorland. Während der Vater plauderte, kam auf der zweiten Runde des Juniorenrennens plötzlich schon der Sohnemann angerauscht - in einer vierköpfigen Spitzengruppe, die ordentlich in die Pedalen trat und sogar Zeit auf das Hauptfeld der Männer gutmachte. Letztlich schaffte diese Vierergruppe es auch ins Ziel, doch Tobias Nolde wurde nur undankbarer Vierter. "Ich bin trotzdem zufrieden mit ihm", sagte der Vater, bevor sich die Wege der beiden am Abend wieder trennten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.06.2015
Robin Seidler

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