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Grimma Grimmaer feiern auf Partymeile in der Altstadt: Premiere für Dorf der Jugend
Region Grimma Grimmaer feiern auf Partymeile in der Altstadt: Premiere für Dorf der Jugend
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10:37 25.09.2016
Die Mitglieder der Rock’n’Roll & Boogie Woogie Connection aus Sermuth tanzen auf Grimmas Straßen Quelle: Roger Dietze
Grimma

In Trebsen mag man an den vergangenen beiden Tagen neidvollen Blickes ins benachbarte Grimma geschaut zu haben. Denn während sich vor Wochenfrist die Teilnehmer der Highland-Games rund ums Trebsener Schloss ihren Weg durch den vom stundenlangen Regen verursachten Schlamm bahnen mussten, ging das 26. Stadtfest in der Großen Kreisstadt bei allerbestem Spätsommerwetter über die Bühne.

Es sei dem Organisationsteam um die Grimmaer Gewerbevereins-Vorsitzende Anke Rüssel gegönnt. Denn was dieses einmal mehr auf die Beine gestellt hatte, war nicht mehr aber auch nicht weniger als ein Kraftakt. Party nonstop im wahrsten Sinne des Wortes von Freitag- bis Sonntagabend, dazu eine Partymeile, die sich quer durch die Stadt zog und noch dazu den gesamten Markt umspannte. „Für mich und meine zehn Vorstandsmitglieder stellt das Stadtfest bei aller Routine jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung dar“, so Rüssel, deren Verein bei den Vorbereitungen tatkräftig von den beiden ehemaligen Mitgliedern Bernd Welz und Uwe Müller unterstützt worden war. Dazu von einer Reihe von Vereinen, die die Gelegenheit zur Präsentation ihrer Angebote nutzten.

Erstmals mit im Boot war das vom Diakonie-Mitarbeiter und Stadtrat Tobias Burdukat initiierte „Dorf der Jugend“, das in der Lorenzstraße mit einer Kinder- und Jugendecke vertreten war. Auf ihre Kosten kam die junge Generation zudem am Freitag- und Sonnabendabend bei Auftritten von DJ Alex Schmidt. Einen ein stückweit von solcherart Klängen abweichenden akustischen Beitrag zum Gelingen des Stadtfestes leistete erneut die Drehorgelgruppe aus der Partnerstadt Weingarten. „Bei unserem ersten Grimma-Besuch nach dem Mauerfall haben wir versprochen, beim nächsten Stadtfest mitwirken zu wollen, woraus sich eine Tradition ergeben hat“, berichtet Drehorgler Erich Segelbacher.

Apropos Tradition: Selbige war auf dem Marktplatz in Gestalt eines Riesenrades nicht zu übersehen. „Kein Stadtfest ohne Riesenrad“, hatten sich Anke Rüssel und das Organisationsteam auf die Fahnen geschrieben – um es am Ende dann doch nicht allen recht machen zu können. Regelrecht erzürnt zeigte sich Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) im jüngsten Stadtrat über die mehrheitlich negativen Einträge in den sozialen Netzwerken im Vorfeld des Stadtfestes. „Kein Gewerbevereinsmitglied müsste bis in den frühen Montagmorgen hinein durch die Stadt ziehen, um diese vom Müll zu reinigen, aber sie tun es für ihre Stadt“, so das Kommunaloberhaupt, dem Anke Rüssel beipflichtet. „Ein großes Dankeschön an den Vorstand auch von meiner Seite, der allen in den vergangenen Jahren erlittenen Tiefschlägen zum Trotz so engagiert zur Sache geht“, so die Gewerbevereinsvorsitzende, die diesbezüglich die Werbetrommel rührt. „Der Vorstand wird nicht jünger, und um das Stadtfest auch künftig absichern zu können, benötigen wir dringend engagierten Nachwuchs.“

Von Roger Dietze

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